Merck
- Maximilian Völkl

Top-Gewinner Merck: Das erwartet der neue Chef

Im schwachen Marktumfeld führt der Pharmakonzern Merck den DAX am Freitag an. Nach der Talfahrt zu Jahresbeginn hat die Aktie nun den Widerstand bei 81 Euro wieder überwunden. Erstmals im neuen Jahr rückt damit auch die 200-Tage-Linie in den Fokus, die derzeit bei 83,85 Euro notiert.

Ursache für das deutliche Kursplus ist eine radikale Hochstufung der US-Investmentbank Merrill Lynch. Analyst Sachin Jain hat Merck von „Underperform“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel von 92 auf 98 Euro angehoben. Positive Nachrichten zur Medikamentenentwicklung könnten der Aktie in den nächsten Monaten Aufwärtspotenzial bescheren, so Jain. Andere Bereiche außerhalb der Pharma-Sparte – etwa das wachsende Life-Science-Geschäft – milderten zudem die Risiken.

Das plant der Chef

Für die Zukunft ist Merck ebenfalls gut gerüstet. Nach der Hauptversammlung am kommenden Freitag, den 29. April, wird der neue Konzernchef Stefan Oschmann den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Karl-Ludwig Kley beerben. In den kommenden beiden Jahren will Oschmann dann verstärkt in die Pharmapipeline investieren. Dem manager magazin sagte er, dass Merck ab 2017 jedes Jahr ein neues Produkt oder eine neue Indikation einführen soll.

Der Konzern habe laut Oschmann genau die richtige Größe, um am Pharmamarkt erfolgreich zu sein. Für seine Amtszeit sieht er deshalb drei Kernaufgaben: „Erstens: Ergebnisse aus der Pharmapipeline. Zweitens: eine schnelle Integration von Sigma-Aldrich. Drittens: die Sicherung der Marktführerschaft im Displaygeschäft mit Flüssigkristallen und mit Technologien wie OLED.“

Einstieg möglich

Mit seiner starken Marktposition ist Merck auch für die Zukunft gut aufgestellt. Die Aktie hat zudem die Bodenbildung geschafft. Inzwischen geht der Blick wieder nach oben. Anleger können auf den Ausbruch über die 200-Tage-Linie setzen und eine Position aufbauen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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