K+S
- Maximilian Völkl

Top-Gewinner K+S: Ende der Krise – Prognose treibt Aktie an

Der Aufwärtstrend bei K+S setzt sich fort. Die Aktie hat das Gap, das zu Beginn des Abwärtstrends vor eineinhalb Jahren aufbrach, inzwischen geschlossen. Am Donnerstag treiben starke Zahlen zum Gesamtjahr den Titel an die Spitze des DAX. Dank der allmählichen Erholung der Kalipreise scheint die Branchenkrise überwunden.

Umsatz und operativer Gewinn sanken bei K+S wegen der Umwälzungen auf den Kali-Märkten im vergangenen Jahr nur noch leicht. Eine starke Nachfrage 2014 hat eine schrittweise Erholung der Preise nach sich gezogen. Noch im Sommer 2013 hatte das Ende eines Exportbündnisses in Russland für Turbulenzen am Kalimarkt gesorgt.

Im Jahresvergleich gingen die Erlöse des Düngemittel- und Salzproduzenten 2014 um 3,3 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zurück. Beim operativen Gewinn lieferte das Salzgeschäft zusätzliche Impulse. Trotz eines Schlussspurts sank der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Bewertungsveränderungen von Derivaten (EBIT I) jedoch um 2,2 Prozent auf 641 Millionen Euro. Unter dem Strich steht ein bereinigter Gewinn aus fortgeführtem Geschäft von 366,6 Millionen Euro – ein Minus von 16,1 Prozent. Positiv: Für 2014 winkt mit 90 Cent je Aktie dennoch wieder eine deutlich höhere Dividende – im Vorjahr waren es 25 Cent.

Optimistische Prognose

Auch für das laufende Jahr zeigt sich K+S zuversichtlich. Die Besserung am Kalimarkt und die anhaltende Euro-Schwäche dürften das EBIT I im laufenden Jahr „deutlich“ über den Vorjahreswert von 641 Millionen Euro treiben, so Konzernchef Norbert Steiner. Der Umsatz soll im Jahresvergleich moderat zulegen. Vor allem das Sparprogramm, mit dem K+S gegen den Preisverfall gegensteuerte, soll auch im laufenden Jahr einen „beachtlichen Beitrag“ zur Ergebnisverbesserung leisten, betonte Steiner.

Gap geschlossen

Charttechnisch hat sich das Bild zuletzt deutlich aufgehellt. Die Seitwärtsrange wurde verlassen und das Gap bei 30 Euro endlich geschlossen. Zudem beschert K+S den Anlegern inzwischen eine attraktive Dividendenrendite von rund drei Prozent. Dank der operativen Erholung sollte sich die Aufwärtsbewegung der Aktie auch nach den Zahlen weiter fortsetzen. Das nächste Kursziel des AKTIONÄR lautet 35 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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