HeidelbergCement
- Maximilian Völkl

Top-Gewinner HeidelbergCement: Ein lohnendes Geschäft

Am letzten Tag vor Silvester kommt es im DAX naturgemäß zu keinen großen Veränderungen mehr. Die Aktie von HeidelbergCement steht allerdings kurz vor einem neuen Mehrjahreshoch. Der Baustoffkonzern führt den deutschen Leitindex am Mittwoch vorbörslich an.

Die Aussichten für 2016 sind bei HeidelbergCement gut. Vor allem die Übernahme des Konkurrenten Italcementi macht sich zunehmend bezahlt. „Ich gehe davon aus, dass wir jährlich bis zu 400 Millionen Euro einsparen können, die ab 2018 voll wirksam werden", sagte Vorstandschef Bernd Scheifele dem Mannheimer Morgen am Dienstag. Ursprünglich hatte der DAX-Konzern Synergieeffekte von 175 Millionen Euro in Aussicht gestellt, diese Marke aber bereits Anfang November auf 300 Millionen Euro angehoben.

Ende Juli hatte HeidelbergCement die milliardenschwere Übernahme bekanntgegeben und damit die Finanzmärkte überrascht. Mit der 3,7 Milliarden Euro schweren Transaktion soll der Aufstieg zur Nummer fünf der Zementbranche gelingen. Zudem wird der Konzern bei Zuschlagsstoffen wie Sand, Kies und Schotter wieder die Nummer eins. Durch eine bessere Auslastung der Zementwerke von Italcementi und die Zusammenlegung mit Verkaufsstellen von HeidelbergCement im Mittelmeerraum sollen zudem die Kosten sinken.

Starker Abschluss

Scheifele rechnet auch im laufenden Geschäft mit einem starken Ergebnis. „Wir hatten einen guten Endspurt im November und Dezember, auch wegen des milden Wetters. Wir gehen von einem sehr soliden Ergebnis für 2015 aus.“ Zudem kündigte der Konzernchef an, dass der in diesem Jahr verlängerte Vertrag seine letzte Amtszeit einläute. „Ich werde in fünf Jahren aufhören.“ Mit der Ernennung von Dominik von Achten zu seinem Stellvertreter habe er allerdings bereits ein klares Signal zu seiner Nachfolge gesetzt.

Gute Aussichten

Die Aussagen Scheifeles bestätigen die Ansicht des AKTIONÄR. HeidelbergCement ist bestens gerüstet für 2016 und sollte die Gewinne weiter steigern können. Die Aktie bleibt ein Kauf. Das Kursziel lautet 100 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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