Bunge
- DER AKTIONÄR

Top Ernte in Sicht

Auch wenn der Ölpreis sich von seinen Rekordständen vorerst verabschiedet hat, das Thema Biokraftstoffe bleibt dennoch hochinteressant. So soll es beispielsweise ab dem kommenden Jahr in Deutschland eine verpflichtende Beimischung von Biokraftstoffen zu Benzin und Diesel geben. Neben Bioethanol, das aus Mais, Weizen oder Zuckerrohr gewonnen wird, dürfte auch Biodiesel aus Soja verstärkt eine Rolle spielen.

Bunge ist im Bereich Biokraftstoffe bestens aufgestellt. Bei einem Investment in den Agrarkonzern winken hohe Erträge.

Auch wenn der Ölpreis sich von seinen Rekordständen vorerst verabschiedet hat, das Thema Biokraftstoffe bleibt dennoch hochinteressant. So soll es beispielsweise ab dem kommenden Jahr in Deutschland eine verpflichtende Beimischung von Biokraftstoffen zu Benzin und Diesel geben. Neben Bioethanol, das aus Mais, Weizen oder Zuckerrohr gewonnen wird, dürfte auch Biodiesel aus Soja verstärkt eine Rolle spielen. Aus einer im Juli 2006 von der Universität Minnesota veröffentlichten Vergleichsstudie von Biodiesel aus Sojabohnen und Mais-Ethanol ging Soja hinsichtlich Energieeffizienz und Umweltauswirkungen als klarer Sieger hervor.

Weltmarktführer

Großer Profiteur einer verstärkten Nachfrage nach Soja ist der amerikanische Agrarkonzern Bunge. Mit einer Kapazität von 34 Millionen Tonnen für Soja, Mais und Raps gehört das Unternehmen zu den ganz Großen im Business. Bei der Herstellung und im Handel von Sojaprodukten ist Bunge sogar weltweit führend. Die Nachfrage in diesem Bereich steigt jährlich im Schnitt um rund fünf Prozent. Aber auch in der Ethanol-Herstellung aus Mais ist Bunge aktiv. In Iowa baut der Konzern derzeit die dritte Raffinerie, die spätestens 2008 in Betrieb genommen werden soll.

Aussichtsreiche Deals

In der vergangenen Woche meldete Bunge die Zahlen für das dritte Quartal. Der Gewinn lag bei 169 Millionen Dollar oder 1,40 Dollar je Aktie, der Umsatz stieg von 6,25 auf 6,97 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn in Höhe von 1,42 Dollar pro Aktie sowie Einnahmen von 6,56 Milliarden Dollar gerechnet. Vielversprechend war der Ausblick für die kommenden Jahre. Unternehmenschef Alberto Weisser verkündete, dass man acht Biodiesel- beziehungsweise Ethanol-Joint-Ventures in den USA und Europa eingegangen wäre. Die derzeitige Biokraftstoffproduktion von Bunge liegt bei 50 Millionen Gallonen pro Jahr. In den kommenden beiden Jahren soll diese auf über 300 Millionen Gallonen jährlich anwachsen.

Günstiges Investment

Bunge hat sich im wachstumsstarken Markt von Biokraftstoffen hervorragend positioniert. Durch strategisch günstige Partnerschaften dürfte das Unternehmen in den kommenden Jahren überproportional von der erhöhten Nachfrage in diesem Bereich profitieren. Mit einem 2007er-KGV von 15 ist der Wert zudem noch moderat bewertet. Interessant ist außerdem, dass sich auch der Wohltätigkeitsfonds von Microsoft-Chef Bill Gates und seiner Frau stark bei Bunge eingekauft hat.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 45/2006.

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