Tom Tailor
- Jochen Kauper - Redakteur

Tom Tailor-Aktie: Mehr als nur ein Comebackversuch

Tom Tailor ist dank der Übernahme von Bonita in einer neuen Umsatz- und Ergebnisdimension angekommen. Trotzdem stand die Aktie des Modekonzerns in den letzten Wochen unter Druck. Lohnt sich jetzt wieder der Einstieg?

Die Übernahme der Bonita Gruppe katapultiert Tom Tailor in eine neue Dimension. Im dritten Quartal steigerte die Gruppe den Konzernumsatz um 60,8 Prozent auf 190,7 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA kletterte um 12,4 Prozent auf 19,1 Millionen Euro. "Für Tom Tailor hat im dritten Quartal eine neue Ära begonnen, denn seit August ist Bonita offiziell Teil unserer Gruppe. Im dritten Quartal erzielte unsere Gruppe ein Umsatzplus von 60 Prozent und wies eine Bruttomarge von rund 51 Prozent aus. Dies gibt einen ersten Ausblick auf das künftige Wertsteigerungspotential unseres größeren Konzerns", erläutert Tom Tailor-Vorstand Dieter Holzer.

Bonita sei Dank

Während Bonita seine Mode ausschließlich über eigene Stores vertreibt, nutzt Tom Tailor zusätzlich zum eigenen Filialnetzwerk den Vertrieb über Handels- und Franchisepartner. Im Segment Retail erwirtschaftete die Tom Tailor-Gruppe inklusive Bonita einen Umsatz von 107,9 Millionen Euro. Das Retail-Geschäft stand damit für 57 Prozent des Konzernumsatzes. Bonita lieferte erstmals einen Umsatzbeitrag von 57,3 Millionen Euro. Die Rohertragsmarge der Tom Tailor-Gruppe verbesserte sich im dritten Quartal um 4,2 Prozent-Punkte auf 50,9 Prozent. Hierzu trugen vor allem die Erstkonsolidierung von Bonita, der höhere Retail-Anteil bei Tom Tailor und Skaleneffekte im Einkauf bei.

Ausblick für das Gesamtjahr 2012 bestätigt

Vorstand Dieter Holzer blickt zuversichtlich was die verbleibenden Wochen des Jahres betrifft. So ist das vierte Quartal aufgrund des bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts und des Verkauf der Winterkollektionen traditionell besonders stark. Die Planungen des Konzerns sehen daher saisonbedingt einen deutlichen Anstieg von Umsatz und EBITDA im letzten Quartal des Jahres vor. Erwartet wird für das Jahr 2012 ein Umsatz zwischen 625 und 635 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 70 und 75 Millionen Euro.

Wieder Kaufenswert
Nachdem das Papier das Allzeithoch von rund 17 Euro nicht nachhaltig überwinden konnte, ging es rapide abwärts. Bei knapp 15 Euro sollte die Aktie einen Boden gefunden haben. Investierte Anleger bleiben auf jeden Fall dabei. Der Rücksetzer kann auch zum Neueinstieg genutzt werden. Neue Höchstkurse sind bei der Geschäftsentwicklung nur eine Frage der Zeit.

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