ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp und Salzgitter: Was passiert am Stahlmarkt?

Die Stahlwerte an der deutschen Börse lassen am Dienstag wieder Federn. Nach dem starken Wochenauftakt zählen ThyssenKrupp und Salzgitter am Dienstag zu den schwächsten Werten in DAX und MDAX. Neue Analystenstudien können keine Euphorie in der Branche entfachen.

In einer Branchenstudie hat sich das Analysehaus Jefferies bullish zu den Stahlaktien geäußert und die Kaufempfehlungen für ThyssenKrupp und Salzgitter bestätigt. Der fulminante Preisanstieg für Kokskohle seit dem 1. Juli habe Erwartungen geweckt, dass im vierten Quartal auch ein Anstieg der Stahlkontraktpreise folgen müsse, erklärt Analyst Seth Rosenfeld. Er rechnet aber mit Margendruck für westliche Stahlkonzerne. Die Europäer könnten ihre steigenden Materialeinsatzkosten dabei eher auf Kunden übertragen als die US-Wettbewerber.

Die Rohstoffexperten der australischen Investmentbank Macquarie haben ihre Annahmen für den Stahlpreis bis 2019 derweil um durchschnittlich zehn Prozent angehoben. Zu den weiteren Aussichten der Hersteller äußerte sich Analyst Patrick Morton indes vorsichtig. ThyssenKrupp ist wegen des Industriegeschäfts zwar sein Branchenfavorit, das Votum lautet aber lediglich „Neutral“. Das Kursziel hat er von 20 auf 23 Euro angehoben.

Stahlwerte halten

Neben der Entwicklung der Stahlpreise spielt bei der Kursentwicklung auch die Konsolidierung in der Branche eine wichtige Rolle. Nach wie vor ist offen, wie es hier weitergeht. Salzgitter bleibt eine Halteposition mit Stopp bei 22,50 Euro. DER AKTIONÄR bevorzugt ThyssenKrupp. Gelingt im nächsten Anlauf der Ausbruch über das Jahreshoch, gibt es ein Kaufsignal. Der Stopp für investierte Anleger liegt bei 17,20 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)


 

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