ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp und Salzgitter: Konkurrent senkt Ausblick

Die Stahlwerte im DAX könnten heute unter Druck geraten. Der Grund: Der Stahlkocher NipponSteel hat seinen Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt. Sind die Japaner ein Maßstab für die deutschen Stahltitel?

NipponSteel ist nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres zwar in die Gewinnzone zurückgekehrt, hat aber gleichzeitig den Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt. Die Unternehmensleitung erwartet jetzt einen Vorsteuergewinn von 220 Milliarden Yen, bislang gingen Analysten von 254 Milliarden Yen aus. Außerdem rechnet Nippon Steel mit Produktionskürzungen ab April.

Nachfrage weiter robust

Diese Meldung dürfte auch die deutschen Stahltitel belasten. Börsianer fürchten sicherlich ein Branchenproblem. Allerdings dürfte die Sorge übertrieben sein. Gerade die deutschen Stahltitel haben die Preissteigerungen bei Rohstoffen gut verkraftet, zudem bleibt die Nachfrage aus der heimischen Autoindustrie robust. Auch der Maschinen- und Anlagebau wirkt stabilisierend auf die Nachfrage.


DER AKTIONÄR ist der Ansicht, das mögliche Kursrücksetzer noch nicht investierten Anlegern die Chance geben, eine erste Position aufzubauen. Bei der Frage ThyssenKrupp oder Salzgitter ist derzeit der Branchenprimus ThyssenKrupp vorzuziehen. Die Restrukturierung während der Krise und die starke internationale Ausrichtung sprechen derzeit für die Aktie des im DAX notierten Unternehmens.

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