Salzgitter
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp und Salzgitter: Diese Gefahren bestehen weiter

Die Stahlwerte an der deutschen Börse sind am Montag etwas unter Druck geraten. Bei ThyssenKrupp und Salzgitter trübt sich das Chartbild damit wieder ein. Das Problem: Trotz der Erholung beim Stahlpreis bleiben die Risiken in der Branche groß. Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann warnt davor, die Gefahr von Dumping-Importen zu unterschätzen.

Die Bedeutung der europäischen Schutzzölle hob Fuhrmann anlässlich der Bilanzvorlage am Freitag erneut hervor. Länder wie Russland, die Ukraine, Brasilien oder der Iran würden die gesunkenen Importe aus China kompensieren. Um den Markt stabil zu halten, müsse das Thema deshalb weiter im Auge behalten werden. Auch die protektionistischen Maßnahmen aus den USA seien „ein bisschen at risk‘“. Salzgitter erwirtschaftet in den USA derzeit etwa sechs Prozent des Konzernumsatzes.

Fuhrmann hatte zuletzt auch angeregt, gemeinsam mit Aurubis – an dem Konzern hält Salzgitter derzeit 25 Prozent der Anteile – zu einer Multi-Metall-Gesellschaft zu verschmelzen. In einem Interview mit der Euro am Sonntag hat sich Jürgen Schachler, der Vorstandschef der Kupfer-Beteiligung, nun aber gegen einen solchen Zusammenschluss ausgesprochen. „Die Unterschiede zwischen der Stahl- und unserer Industrie sind trotz aller Überschneidungen gravierend. Die Märkte sind sehr unterschiedlich, die Prozesse auch, sodass ich keine riesigen Synergien sehe“, so Schachler. Dennoch sei die Zusammenarbeit mit dem Ankeraktionär Salzgitter sehr gut.

Hoffnung auf Fusion

In der Stahlbranche dominiert weiter die Hoffnung auf eine Konsolidierung. Kommt es zu einem Abschluss bei den Verhandlungen von ThyssenKrupp mit Tata, dürften sowohl die Aktie von Salzgitter als auch die von ThyssenKrupp profitieren.

Charttechnisch hat sich das Bild aber etwas eingetrübt. DER AKTIONÄR favorisiert weiter ThyssenKrupp. Salzgitter bleibt eine Halteposition. Der Stoppkurs bei 29 Euro rückt allerdings näher.

 


 

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