ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp und Salzgitter: ArcelorMittal bremst Erholung – das steckt dahinter

Die Papiere der deutschen Stahlhersteller ThyssenKrupp und Salzgitter stehen am Dienstag unter Druck. Die Gründe sind beim luxemburgischen Rivalen ArcelorMittal zu suchen. Der weltgrößte Stahlhersteller hat seine Zahlen zum dritten Quartal präsentiert und die Erwartungen der Anleger nicht erfüllt.

Dank höherer Stahlpreise und Kosteneinsparungen hat sich ArcelorMittal im Sommer zwar weiter erholt. Das EBITDA kletterte im Vergleich zum Vorjahr um gut 40 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar. Der Umsatz ging wegen des niedrigeren Absatzes hingegen um sieben Prozent auf 14,5 Milliarden Dollar zurück. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 680 Millionen Dollar, nachdem vor einem Jahr noch ein Verlust von 711 Millionen Dollar zusammengekommen war. Die Erwartungen der Analysten waren jedoch etwas höher, die Aktie verliert rund fünf Prozent.

Das Problem: Die Prognose von ArcelorMittal für das Jahresende dürfte Anlegern nicht schmecken. Zum einen stünden die Stahlpreise in den USA wieder unter Druck, zum anderen hätten die Preise für Kohle kräftig angezogen. Dies werde zu einer geringeren Profitabilität führen. Für die deutschen Wettbewerber ThyssenKrupp und Salzgitter bedeutet dies, dass die geplante Konsolidierung am Stahlmarkt zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Halteposition

In der Stahlbranche bleibt es spannend, wann und vor allem in welcher Form es zur Konsolidierung kommt. Salzgitter bleibt bis dahin eine Halteposition mit Stoppkurs bei 22,50 Euro. Aussichtsreicher ist der DAX-Titel ThyssenKrupp. Ein Kaufsignal gibt es jedoch erst bei einem Sprung über das Jahreshoch bei 22,95 Euro. Investierte Anleger haben den Stoppkurs bei 17,20 Euro platziert.

(Mit Material von dpa-AFX)

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