ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp nach den Zahlen: Das sagen die Analysten

Der Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp hat mit seinen Zahlen den Markt positiv überrascht. Erstmal seit knapp zwei Jahren hat das Unternehmen wieder einen Gewinn verzeichnet. Gleichzeitig hat der Vorstand die Prognose angehoben. Jetzt melden sich auch zahlreiche Analysten zu Wort.

Das Analysehaus Jefferies  hat die Einstufung für ThyssenKrupp nach Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal auf „Buy“ mit einem Kursziel von 23,50 Euro belassen. Der Industriekonzern habe ein solides Zahlenwerk vorgelegt, schrieb Analyst Seth Rosenfeld in einer Studie. Beeindruckend sei vor allem die Aufstockung der Unternehmensziele für das Gesamtgeschäftsjahr um 15 bis 17 Prozent, die nun über dem Konsens lägen. Die ThyssenKrupp-Aktie sei nach wie vor eines seiner Top Picks.

UBS bleibt skeptisch

Dagegen hat die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung „Sell“ mit einem Kursziel von 12 Euro belassen. Einem stärker als erwartet ausgefallenen Stahlgeschäft stehe ein schwächeres Aufzugsgeschäft gegenüber, schrieb Analyst Carsten Riek. Insgesamt dürfte der Markt die Resultate neutral werten. Riek verwies zur Begründung seiner Verkaufsempfehlung vor allem auf die hohe Bewertung der Aktie.

Kursziel 23,00 Euro

Die Commerzbank hat ThyssenKrupp auf „Buy“ mit einem Kursziel von 23 Euro belassen. Der Industriekonzern habe mit dem operativen Ergebnis (EBIT) seine Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Ingo-Martin Schachel. Angesichts des sehr positiven EBIT-Ausblicks auf das laufende dritte Quartal erscheine selbst die neue, höhere Prognose für das Geschäftsjahr konservativ.

Halteposition?

Die Deutsche Bank hat die Einstufung für die Aktie auf „Hold“ mit einem Kursziel von 19 Euro belassen. Der bereinigte operative Gewinn (EBIT) des Industriekonzerns habe im zweiten Geschäftsquartal etwas über den Markterwartungen gelegen, schrieb Analyst Bastian Synagowitz. Der Grund dafür sei eine bessere Entwicklung in der europäischen Stahlsparte sowie im Bereich Industrial Solutions. Zudem hob er die gestiegenen Jahresziele des Konzerns hervor.

Der Chart spricht derzeit seine eigene Sprache. Und die wiederum spricht eindeutig für weiter steigende Kurse. Investierte Anleger bleiben an Bord und lassen ihre Gewinne laufen. Die gesamte Stahlbranche steht vor einer Erholung. Die Talsohle solle durchlaufen sein.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: So schaut die Zukunft aus

Der Zeitplan für die Stahlfusion mit Tata musste verschoben werden. Hinter den Kulissen rüstet sich ThyssenKrupp aber bereits für die Zeit ohne das langjährige Herzstück des Konzerns. Vorstandschef Heinrich Hiesinger muss seine Strategie möglichst schnell umsetzen, um den unzufriedenen Großaktionär … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das ist der neue Zeitplan

Ursprünglich wollte ThyssenKrupp die Fusion der Stahlsparte mit Tata Steel bereits Anfang des Jahres abschließen. Doch die Probleme halten an. In den Niederlanden fordern die Arbeitnehmer zahlreiche Zugeständnisse. Das macht weitere Verhandlungen nötig. ThyssenKrupp hat deshalb inzwischen den … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Problem mit Ansage – und jetzt?

Die Fusion der Stahlsparten von ThyssenKrupp und Tata steht nach wie vor auf der Kippe. Inzwischen streiten vor allem die Arbeitnehmer um ihre Rechte. Die niederländische Belegschaft in Ijmuiden fordert Sonderrechte. Das war zu erwarten gewesen – doch wie reagiert ThyssenKrupp nun auf die … mehr