ThyssenKrupp
- Stefan Sommer - Volontär

ThyssenKrupp mit Zahlen: Ist das die Trendwende?

ThyssenKrupp macht erstmals wieder Gewinn. Nach drei Verlustjahren hat sich der Industriekonzern im Gesamtjahr 2014 wieder in die schwarzen Zahlen gekämpft. Auch für die Zukunft hat das DAX-Unternehmen weitere Gewinnzuwächse in Aussicht gestellt.

Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete ThyssenKrupp einen Überschuss von 210 Millionen Euro. Vor einem Jahr kam unter dem Strich noch ein Fehlbetrag von 1,4 Milliarden Euro zusammen. Der Umsatz stieg von 39,7 auf 41,4 Milliarden Euro. Das harte Sparprogramm macht sich damit für ThyssenKrupp bezahlt. "Das Geschäftsjahr 2013/2014 markiert einen Meilenstein in unserer Ergebnisentwicklung", sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger zu dem Ergebnis. Das Unternehmen will auch seine Aktionäre von der positiven Geschäftsentwicklung profitieren lassen. Nach dem die Anleger in den letzten beiden Jahren leer ausgegangen waren, gibt es nun eine Dividende in Höhe von 0,11 Euro je Aktie. 

Gute Aussichten

Im kommenden Geschäftsjahr soll der Gewinn vor Steuern und Sondereinflüssen (EBIT) noch weiter um gut sieben Prozent auf 1,5 Milliarden Euro gesteigert werden. Dazu sollen mit dem laufenden Sparprogramm die Kosten um weitere 850 Millionen Euro gedrückt werden. Beim Umsatz traut sich ThyssenKrupp auf vergleichbarer Basis - also bereinigt um Währungseffekte und verkaufte Firmenteile - einen Zuwachs im einstelligen Prozentbereich zu. Um langfristig die nötigen Mittel für Investitionen in neues Wachstum zu haben und eine stabile Dividende zu zahlen, braucht der Konzern nach eigenen Angaben einen Gewinn vor Steuern und Zinsen von mindestens zwei Milliarden Euro.

ThyssenKrupp; Chart

Trendwende in Sicht

Die guten Zahlen dürften nun auch bei der Aktie von ThyssenKrupp eine Trendwende einleiten. Auch der Ausblick des Industriekonzerns sieht überzeugend aus. Gelingt es nun aus charttechnischer Sicht über den Widerstand bei 20 Euro zu klettern wäre der Weg nach oben frei. Für einen Neueinstieg sollten Anleger allerdings dieses Szenario abwarten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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