ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Zehn Prozent Minus – und jetzt?

Seit Wochenbeginn hat die Aktie von ThyssenKrupp bereits über zehn Prozent an Wert verloren. Mehrere Berichte haben den Industriekonzern unter Druck gebracht. Die Autobranche und der Brexit stehen im Fokus. Am Donnerstag zählt der Titel aber zu den stärksten Werten im DAX.

Im freundlichen Marktumfeld kann sich die ThyssenKrupp-Aktie wieder etwas befreien. Am Vortag hatte das Handelsblatt noch berichtet, dass auch Stahlhersteller von den Kartellermittlungen gegen die Autobranche betroffen sind. Vertreter beider Parteien hätten sich demnach über Preise für Stahl – dem wichtigsten Rohstoff für die Autoindustrie – abgesprochen. ThyssenKrupp ist nach eigenen Angaben bislang aber nicht mit den Vorwürfen konfrontiert worden.

Für große Unsicherheit sorgen derweil weiter die möglichen Folgen des Brexit. Durch den EU-Austritt Großbritanniens sind die Fusionspläne von ThyssenKrupp mit dem indischen Mischkonzern Tata ins Stocken geraten. Die europäischen Stahlsparten beider Konzerne sollten eigentlich zusammengeführt werden, eine Einigung stand angeblich kurz bevor. Die unklare Zukunft des Tata-Stahlwerks in Großbritannien sorgt nun aber für Bedenken – auch wenn das marode Werk kein Teil der Fusionspläne war.

Dabeibleiben

Eine klare Erholung bei ThyssenKrupp steht nach wie vor aus. Die Aktie bewegt sich weiterhin zwischen 17 und 19 Euro. Die Fusion mit Tata wäre ein wichtiger Schritt, um sich in Zukunft vermehrt auf die Technologiesparte konzentrieren zu können. Anleger hoffen auf neue Impulse und bleiben vorerst an Bord.

(Mit Material von dpa-AFX)

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