ThyssenKrupp
- Michael Schröder - Redakteur

ThyssenKrupp mit vorweihnachtlichem Nachrichtenpaket: Kapitalerhöhung, Werksverkauf und Zahlen

Weitreichende Entscheidungen bei ThyssenKrupp: Der angeschlagene Stahl- und Industriekonzern plant eine Kapitalerhöhung um bis zu zehn Prozent. Gleichzeitig gab Vorstand Heinrich Hiesinger bekannt, einen Käufer für das verlustreiche US-Stahlwerk gefunden zu haben. Auf der ebenfalls defizitären Anlage in Brasilien bleibt er dagegen vorerst weiter sitzen. Zudem muss Hiesinger den 2012 mit dem finnischen Outokumpu-Konzern erzielten Milliarden-Deal zum Verkauf seiner Edelstahltochter zum Teil rückabwickeln. Abgerundet wird das Nachrichtenpaket durch die Zahlen für das Geschäftsjahr 2012/13.

Schon die Einleitung der ThyssenKrupp-Mitteilung vom 30.11.2013, 00:02 Uhr (MEZ) hatte es in sich:

ThyssenKrupp verkauft Walz- und Beschichtungswerk in den USA und schließt langfristigen Brammenliefervertrag für Brasilien ab / Ablösung der Finanzforderung gegenüber Outokumpu - Transfer von VDM und AST geplant / Bereinigtes EBIT der fortgeführten Aktivitäten ohne Steel Americas 1,1 Mrd € / Bereinigtes EBIT der fortgeführten Aktivitäten inkl. Steel Americas um 50 Prozent auf 599 Mio € verbessert / Effizienzsteigerungs-Ziele um 20 Prozent übertroffen: 600 Mio € eingespart / Free Cash-Flow mit rund 600 Mio € erstmals seit sechs Jahren positiv / Nettofinanzschulden zum Bilanzstichtag um rund 800 Mio € gesenkt / Verlust auf 1,5 Mrd € signifikant reduziert

Es gibt Dinge, die muss man sofort erklären. Daher hat ThyssenKrupp-Vorstandschef Heinrich Hiesinger im Anschluss an die Veröffentlichung der umfassenden Ad-hoc-Mitteilung am Freitagabend gleich eine Bilanzkonferenz für am Samstagmittag einberufen - etwas Einmaliges in der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Im Anschluss startete eine ebenso umfassende Berichterstattung in den Medien. Hier ein kleiner Auszug:

DER AKTIONÄR wir am Montag vor Börseneröffnung eine Einschätzung zu der Meldung und zu den Auswirkungen auf den Kurs der DAX-Aktie geben.

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| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

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