ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Spektakuläre News – Alleingang ist möglich!

Im schwachen Marktumfeld steht die Aktie von ThyssenKrupp am Freitag im Blickpunkt. Wieder einmal rückt dabei die Stahlsparte in den Fokus. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche könnte es alternativ zur Fusion mit Tata auch zu einem Alleingang von ThyssenKrupp kommen. Die Stahlsparte würde dann, ähnlich wie Uniper bei E.on, eigenständig an die Börse gebracht werden.

Bei den Verhandlungen mit Tata gibt es nach wie vor zahlreiche Schwierigkeiten. Heinrich Hiesinger, der CEO von ThyssenKrupp, hat allerdings nicht die Zeit, dass sich der Zusammenschluss noch ewig in die Länge zieht. Investoren wie der Großaktionär Cevian fordern vehement eine Lösung für das Sorgenkind – egal in welcher Form. Die Ausgliederung der Stahltochter mit anschließendem Börsengang könnte eine Möglichkeit sein.

In diesem Fall muss ThyssenKrupp aber dafür sorgen, dass die Stahlsparte mit Eigenkapital versorgt wird. Zudem müsste der Konzern wohl den Großteil der Schulden behalten. Angesichts hoher Verbindlichkeiten und Pensionslasten ist die Finanzsituation bei ThyssenKrupp allerdings bereits ohnehin angeschlagen. Eine mögliche Lösung könnte ein neuer Ankerinvestor sein. Jedoch müsste dieser Möglichkeiten sehen, wie in der kriselnden Stahlbranche trotz weiterhin niedriger Preise Geld verdient werden kann.

Hiesingers letzte Chance

Es deutet sich immer mehr an, dass an der Stahlfrage auch das Schicksal von Hiesinger hängt. Findet er zeitnah keine Lösung für das Sorgenkind, könnte sein Stuhl wackeln. Für die Aktie ist das keine schlechte Ausgangssituation. Kommt es zur Ausgliederung von Steel Europe, dürfte der Kurs in jedem Fall positiv reagieren. Anleger setzen auf dieses Szenario und lassen die Gewinne laufen.

 


 

Das kleine Buch der Börsenzyklen

Autor: Hirsch, Jeffrey A.
ISBN: 9783864703157
Seiten: 272
Erscheinungsdatum: 16.12.2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook verfügbar

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Präzise Vorhersagen, was die Börse zu einem bestimmten Zeitpunkt machen wird, sind unmöglich. Das weiß jeder. Das weiß jeder. Allerdings folgen die Märkte sehr wohl bestimmten Mustern. Beispielsweise zeigt die Geschichte, dass der beste 6-Monats-Zeitraum für Aktien von November bis April ist. Wer also im Oktober/November einsteigt und im April/Mai verkauft, kann sein Risiko deutlich reduzieren und sich über höhere Gewinne freuen. Was für Muster gibt es noch? Welche sind die wichtigsten und welche versprechen den meisten Erfolg? Darum geht es im kleinen Buch der Börsenzyklen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Der Widerstand wächst

ThyssenKrupp erhofft sich von der Stahlfusion mit Tata Synergien und eine Wertsteigerung der Aktie. Die Arbeitnehmervertreter können sich mit dem Zusammenschluss allerdings nach wie vor nicht anfreunden. Ein erstes Gespräch mit dem Vorstand hat an der Skepsis im Betriebsrat nichts geändert. mehr