ThyssenKrupp
- Thomas Bergmann - Redakteur

ThyssenKrupp: Showdown am Dienstag

ThyssenKrupp verhandelt derzeit mit dem finnischen Konkurrenten Outokumpu über den Verkauf seiner Edelstahlsparte. Morgen soll der Aufsichtsrat darüber abstimmen, doch nach jüngsten Berichten herrscht im Gremium Krisenstimmung. Die Anleger reagieren besorgt.

Nach einem Bericht der Rheinischen Post sind am Wochenende die Verhandlungen zwischen ThyssenKrupp, den Finnen und dem Betriebsrat des Stahlkochers ergebnislos abgebrochen worden. Die Arbeitnehmervertreter befürchten eine Schließung der deutschen Werke und haben ihren Widerstand im Aufsichtsrat angekündigt.

Schwierige Verhandlungen

Die Gewerkschaften fordern eine Standortgarantie für die Werke Bochum und Krefeld, was Outokumpu bislang kategorisch ablehnt. Sollte es heute im Rahmen der Gespräche keine Einigung geben, wollen die Arbeitnehmervertreter morgen im Aufsichtsrat nicht zustimmen.

Die Nachrichten kommen an der Börse nicht gut an. Die Aktie verliert mehr als drei Prozent. Charttechnisch betrachtet könnte sich ein Top ausbilden und eine längere Konsolidierungsphase folgen, nachdem der Konzern inzwischen zum wiederholten Mal an der Marke von 22,50 Euro abgeprallt ist. Kurzfristig droht damit ein Rücksetzer in den Bereich von 20 Euro.

Entscheidung am Dienstag

Die Verhandlungen zwischen ThyssenKrupp, Outokumpu und den Arbeitnehmervertretern gehen langsam in die entscheidende Phase. Trotz der irritierenden Nachrichten heute ist davon auszugehen, dass der Aufsichtsrat morgen den Verkauf verkündet. Die Aktie sollte daher bald wieder nach oben drehen können.

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