ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Schuldenabbau schreitet voran

Seit Monaten hat man bei ThyssenKrupp den Fokus auf den Schuldenabbau gelegt und angekündigt, Unternehmensteile verkaufen zu wollen. Jetzt hat der Konzern einen Käufer für den Industriedienstleister Xervon gefunden.

Xervon beschäftigt weltweit rund 9.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen hilft bei der Errichtung von Industrieanlagen. Der Umsatz summierte sich im vergangenen Jahr auf knapp 670 Millionen Euro, das EBITDA lag bei gut 50 Millionen Euro. Käufer von Xervon ist der westfälische Entsorger Remondis. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Experten schätzen diesen jedoch auf eine niedrige bis mittlere dreistellige Millionensumme. Insgesamt will der Konzern Unternehmensbereiche mit einem Umsatz von rund 10 Milliarden Euro verkaufen. Damit soll der Schuldenstand deutlich gesenkt werden. Derzeit belasten rund sechs Milliarden Euro den Konzern. Der große Befreiungsschlag dürfte jedoch der Verkauf der Edelstahlsparte werden. Angesichts der aktuellen Verwerfungen auf dem Markt und der unter Druck geratenen Stahlpreise dürfte hier wohl erst im kommenden Jahr Bewegung in den Verkauf kommen.

DER AKTIONÄR rät weiterhin zum antizyklischen Einstieg in die Aktie von ThyssenKrupp. Der Crash der vergangenen Tage und Wochen ist übertrieben. Zwar verzeichnet Steel America einen höheren Anlaufverlust als befürchtet, dennoch könnte diese Sparte bereits im kommenden Jahr positiv überraschen. Auch der Stahlpreis sollte sich in den kommenden Quartalen wieder erholen. Kurzfristig dürften die gesunkenen Rohstoffkosten für Entspannung sorgen. Hier sollte es sich positiv auswirken, dass die Kontrakte jetzt kurzfristiger verhandelt werden.

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