ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Schlechte Nachricht zum Wochenauftakt

Es sollte der große Befreiungsschlag werden. Doch offensichtlich stockt der Verkaufsprozess der beiden defizitären Stahlwerke von ThyssenKrupp in Brasilien und den USA. Einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge, verzögert sich der Verkauf bis Herbst 2013.

Der interne Zeitplan sehe vor, dass der Konzern bis März 2013 einen Käufer für die defizitäre Sparte Steel Americas findet, schreibt die Financial Times Deutschland. Der endgültige Verkaufsabschluss mit allen Vertragsdetails (Closing) sei nicht vor September nächsten Jahres wahrscheinlich. ThyssenKrupp selbst spreche von einem planmäßigen Verlauf, schreibt die Zeitung. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Süddeutsche Zeitung über Verzögerung von mehreren Monaten berichtet. Am Samstag meldete die Zeitung, ThyssenKrupp werde wegen massiver Probleme seiner Stahlwerke in den USA und Brasilien die Kosten um zwei Milliarden Euro senken. Die Summe solle innerhalb von drei Jahren eingespart werden, um den Konzern als Ganzes erhalten zu können.

Die Aktie von ThyssenKrupp dürfte heute schwächer in den Handel starten. In den vergangenen Tagen gab es vor allem negative Nachrichten, die den Kurs unter Druck gebracht haben. Gerade der Verkauf der beiden Werke in Brasilien und den USA wäre wichtig. Zum einen könnte ThyssenKrupp damit einen großen Verlustbringer loswerden. Zum anderen könnte sich das Unternehmen eines Großteils seiner Schulden entledigen und neue Investitionen in die Technologiesparte tätigen. Die Abhängigkeit vom zyklischen Stahlgeschäft würde sich weiter reduzieren. Aus charttechnischer Sicht präsentiert sich das Papier angeschlagen. Anleger dürften jetzt vor allem auf die 16,00-Euro-Marke blicken. Dort verläuft die nächste wichtige Unterstützung. Anschließend bildet erst wieder die Marke von 15,20 Euro Unterstützung. Fällt auch diese, wäre auch ein Abverkauf Richtung 14,00 Euro denkbar.

(mit Material von dpa-AFX)

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