Kloeckner
von Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp, Salzgitter und Klöckner & Co: Merrill Lynch sieht Potenzial

Welche Aktie sollen Anleger kaufen, wenn sie im Stahlbereich investieren möchten? ThyssenKrupp? Salzgitter? Oder die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co? Merrill Lynch hat sich in einer Studie der Branche angenommen und kommt zu einem für dem einen oder anderen Anleger überraschenden Ergebnis.

Es ist nicht etwa die Aktie des Branchenprimus ThyssenKrupp, der die Experten den Vorzug geben würden. Im Gegenteil: Cedar Barnes stuft das Papier des im DAX notierten Unternehmens nur mit „Underperform" ein. Er sieht eine Margenerholung erst im zweiten Quartal. Fortgesetzte Verluste in der Sparte Steel Americas dürften die Quartalszahlen weiter belasten. Zudem sollte die Profitabilität des Europa-Geschäfts unter Preisrückgängen leiden. Die operative Gewinnerwartung des Marktes für 2012 erschienen zu hoch.

Salzgitter: Neutral

Etwas optimistischer ist der Analyst für die Aktie von Salzgitter, für die er ein Kursziel von 47,00 Euro sieht. Sein Anlagevotum lautet dennoch nur „Neutral". Die Resultate von Salzgitter dürften leicht gestiegen sein, wenngleich eine geringe Auslastung der Röhrensparte die Entwicklung belastet haben sollte. Auch für das im MDAX gelistete Unternehmen sind nach Einschätzung von Barnes die Gewinnschätzungen noch zu hoch.

Die erste Wahl: Klöckner & Co

Besser kommt die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co weg. Hier lautet die Einschätzung „Buy". Das Kursziel sieht Barnes bei 14,00 Euro. Der Gewinn sollte sich im Vergleich zum Schlussquartal des vergangenen Jahres deutlich verbessert haben. Vor allem in den USA sollte der Absatz schrittweise zulegen. Als Händler sei Klöckner & Co jedoch gut aufgestellt, um von steigenden Stahlpreisen zu profitieren.

DER AKTIONÄR sieht bei Stahlkonzernen derzeit ein gutes Chance-/Risiko-Verhältnis. Die Aktien sind in den vergangenen Monaten deutlich unter Druck geraten und konnten sich auch zum Jahresanfang kaum erholen. Als Händler litt Klöckner & Co unter Abschreibungen auf Lagerbestände. Aber der Konzern dürfte auch am stärksten von wieder steigenden Stahlpreisen profitieren. Mutige Anleger greifen zu.

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