ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp, Salzgitter und Co: Kommt jetzt die neue Stahlhausse?

Die Stahlbranche befindet sich im Umbruch. ThyssenKrupp will ein Joint Venture mit dem indischen Wettbewerber Tata Steel schließen. Durch die anstehende Konsolidierung wächst die Hoffnung auf steigende Stahlpreise. Aktuell profitieren vor allem Salzgitter und ArcelorMittal von dieser Entwicklung.

Bei ThyssenKrupp selbst fehlt aktuell der Schwung. Der Widerstand der Arbeitnehmer belastet nach wie vor die Stimmung. Es könnte länger als gedacht dauern, bis der Zusammenschluss mit Tata abgeschlossen wird. Ein Treffen von Arbeitnehmervertretern mit dem Vorstand von ThyssenKrupp brachte ebenfalls keine Klarheit. Die Vorstellung der Eckpunkte der Absichtserklärung habe mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet, so Detlef Wetzel, der stellvertretende Aufsichtsratschef von ThyssenKrupp Steel Europe. Er bleibt skeptisch und erwartet einen langen und schwierigen Prozess.

Deutlich besser ist die Stimmung bei ArcelorMittal und Salzgitter. Die Aktien der beiden Wettbewerber haben innerhalb weniger Tage jeweils mehr als zehn Prozent gewonnen. Durch die anstehende Konsolidierung und abnehmende Billigimporte aus China sind die Aussichten für die Stahlkocher wieder freundlicher. Auch die Analysten sind positiv gestimmt. Nach einem Treffen mit Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann hat die Deutsche Bank die Kaufempfehlung für die Aktie bestätigt. Der Top-Manager habe für Zuversicht gesorgt, dass der Stahlhersteller operativ auf gutem Weg sei und das weitere Szenario möglicherweise Aufwärtspotenzial berge.

Tolles Chartbild

Dank der jüngsten Kursgewinne hat sich auch das Chartbild bei Salzgitter deutlich aufgehellt. Mit dem Sprung auf ein neues Mehrjahreshoch hat die Aktie ein klares Kaufsignal generiert. DER AKTIONÄR spekuliert im Hebel-Depot auf starke Zahlen und einen weiteren Kursanstieg. Bei ThyssenKrupp fehlen aktuell die Impulse. Langfristig bleibt der DAX-Wert aber sehr attraktiv. Gelingt die Tata-Fusion, steht die Aktie vor der Neubewertung. Anleger bleiben dabei.

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