ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Neuer Vorstand, neues Glück?

Der Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp will Medienberichten zufolge einen eigenen Vorstandsposten für regelkonforme Unternehmensführung schaffen. Einen entsprechenden Vorschlag werde Unternehmenschef Heinrich Hiesinger dem Aufsichtsrat bei der nächsten Sitzung im Mai unterbreiten, berichtet der Spiegel.

Wegen möglicher illegaler Preisabsprachen bei Stahllieferungen an die deutsche Automobilindustrie waren ThyssenKrupp und die Konkurrenten Voestalpine und ArcelorMittal zuletzt ins Visier der Kartellwächter geraten. Alle drei Unternehmen hatten Durchsuchungen des Bundeskartellamts in ihren Büros bestätigt und ihren Willen zur Zusammenarbeit bei der Aufklärung der Vorwürfe bekräftigt. ThyssenKrupp war in der Vergangenheit bereits in Kartellverfahren verstrickt.

Verkauf der Übersee-Stahlwerke

Das Unternehmen kommt einfach nicht zur Ruhe: Nachdem ThyssenKrupp gefühlt von einem Kartellverstoß zum nächsten stolpert geht hinter der Bühne der Verkauf der beiden defizitären Übersee-Stahlwerke in Brasilien und Alabama/USA in die entscheidende Phase. Doch auch hier mehren sich die Zeichen, dass ThyssenKrupp nicht den erhofften Verkaufspreis wird erzielen können. Dennoch: Der Verkauf gilt als wichtigster Baustein beim Konzernumbau. Heinrich Hiesinger wird wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und sich mit einem geringeren Erlös zufrieden geben müssen.

Der Aktienkurs von ThyssenKrupp hat in den vergangenen Tagen alles andere als Anlass zur Freude gegeben. Bei der Aktie wollte einfach kein Kaufdruck aufkommen. Auch die Meldungen, wonach ThyssenKrupp nicht die erhofften 3,9 Milliarden Euro einnehmen wird, dürften kaum für Rückenwind sorgen. Die Aktie bleibt zwar mittelfristig aussichtsreich, das Chartbild spricht aber gerade nicht für einen Neueinstieg.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:
Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Im freien Fall – was jetzt?

Ein Ende der Talfahrt bei ThyssenKrupp ist aktuell nicht in Sicht. In der Woche nach der Gewinnwarnung gibt der DAX-Titel kontinuierlich weiter nach. Am Mittwoch hat die Aktie mit 16,15 Euro den tiefsten Stand seit über zwei Jahren erreicht. Inzwischen mehren sich auch bei den Experten die … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das Warten hat ein Ende

Die Entwicklung der ThyssenKrupp-Aktie ist besorgniserregend. Nach dem Führungschaos im Sommer und der jüngsten Gewinnwarnung ist die Aktie auf ein neues 2-Jahres-Tief gefallen. Aktuell ist nicht abzusehen, wie der Industriekonzern zeitnah aus der Krise kommen will. Zumindest für einen wichtigen … mehr
| Jan Heusinger | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: So sollten Anleger jetzt reagieren

Nach der zweiten Gewinnwarnung im laufenden Jahr geriet die Aktie in der vergangen Woche stark unter Druck und gab um bis zu 13 Prozent nach. In Folge der Horrornachricht äußerten sich einige Analysten zu Wort. Ein einheitlicher Tenor lässt sich trotz der Schieflage des Konglomerats nicht finden. … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Was für ein Desaster

Die Aktie von ThyssenKrupp befindet sich weiter im freien Fall. Auch unter dem neuen Konzernchef Guido Kerkhoff ist aktuell keine Besserung in Sicht. Nach einer Gewinnwarnung geht der DAX-Titel am Freitag erneut auf Tauchstation. Ein neues 2-Jahres-Tief wird im frühen Handel markiert. mehr