ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Morgen wird es ernst

Am Donnerstag präsentiert ThyssenKrupp die Zahlen zum vierten Quartal des im September beendeten Geschäftsjahres. Der Industriekonzern schließt damit auch die Berichtssaison im DAX ab. Analysten erwarten im Vorfeld einen deutlichen Anstieg von Umsatz und Gewinn.

Dank des Schlussspurts dürfte ThyssenKrupp die Jahresziele erreicht haben. Erwartet wird, dass das operative Ergebnis im vierten Quartal um zehn Prozent auf 516 Millionen Euro angestiegen ist. Beim Umsatz wird mit einem Plus von knapp zehn auf 10,3 Milliarden Euro gerechnet. Für das gesamt Jahr peilt der Konzern ein bereinigtes EBIT von 1,8 Milliarden Euro an. Unter dem Strich wird jedoch wohl ein Verlust von fast einer halben Milliarde Euro stehen, da der Verkauf des brasilianischen Stahlwerks im ersten Halbjahr zu Abschreibungen von rund 900 Millionen Euro geführt hat.

Im Fokus stehen zudem der Ausblick für das kommende Jahr und Aussagen zur Stahlfusion mit Tata. Operativ dürfte sich der Konzern weiter erholen, die Auftragsbücher sind voll. Offen bleibt aber, wie sich eine mögliche Tata-Fusion bilanziell auswirken würde – die Kennzahlen dürften sich aber signifikant verbessern. Sollte der Deal gelingen, winken jährliche Einsparungen von 400 bis 600 Millionen Euro – die Höhe der Restrukturierungskosten bleibt dagegen offen. Da die Arbeitnehmerseite aber nach wie vor gegen das Joint Venture ist, ist die Zukunft der Stahlsparte ohnehin nach wie vor offen.

Stopp beachten

Die Aktie von ThyssenKrupp ist zuletzt unter Druck geraten. Die Zahlen und der Ausblick könnten nun neue Impulse liefern. Gelingt der Durchbruch bei der Stahlfusion, dürfte es endlich zur Neubewertung der Aktie kommen. Langfristig bleiben die Aussichten gut. Anleger sollten aber den Stoppkurs bei 20,80 Euro im Blick behalten.

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