ThyssenKrupp
- Michael Schröder - Redakteur

ThyssenKrupp: Merrill Lynch leitet Gegenbewegung ein

Die Aktie von ThyssenKrupp stand zuletzt deutlich unter Angabedruck. Am heutigen Dienstag zählen die Papiere dagegen zu den größten Gewinnern im DAX. Neben dem deutlich verbesserten Marktumfeld sorgt eine Studie der US-Investmentbank Merrill Lynch für die notwendigen Impulse.

Merrill Lynch hat die Aktie von ThyssenKrupp nach den jüngsten Kursverlusten von "Underperform" auf "Neutral" und das Kursziel von 16,50 auf 17,30 Euro angehoben. Die Aktie des Stahl- und Industriekonzerns habe seit der Bekanntgabe der Zahlen für das erste Geschäftsquartal deutlich verloren und seit Jahresbeginn um 13 Prozent schlechter abgeschnitten als der europäische Branchenindex, so Analyst Cedar Ekblom in einer Studie.

Viel Spielraum

Die Risiken im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf von Steel Americas sind aus Sicht von Ekblom nun eingepreist. Zwar gebe es weiterhin Risiken was das Timing und den Preis betreffe, er setze aber beispielsweise einen fairen Preis um 26 Prozent unter dem Buchwert an. Das Geschäft mit Kapitalgütern sei nach dem Verkauf von Inoxum und der Verkaufsentscheidung für Steel Americas richtig bewertet. Auch das Papier von ThyssenKrupp ist aus Sicht des Analysten aktuell im Sektorvergleich fair bewertet.

Gegenbewegung läuft

DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach erklärt, dass das Wohl und Wehe für den DAX-Konzern vor allem an einem Verkauf der beiden Stahlwerke in Brasilien und in den USA hängt - und natürlich an dem Preis, der sich beim Verkauf erzielen lässt. Sollte der Verkauf endlich konkrete Formen annehmen, dürfte die Aktie ihre Tiefststände verlassen. Das erste Ziel einer Gegenbewegung liegt zunächst bei 18 Euro.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR

(mit Material von dpa-FX)

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