ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Komplizierte Situation - das bringt die Woche

Viele Unternehmen haben Anfang August ihre Zahlen bereits präsentiert. Doch ein Ende der Berichtssaison ist deshalb noch nicht in Sicht. In Deutschland sind auch noch einige DAX-Unternehmen an der Reihe. Unter anderem gewährt der Traditionskonzern ThyssenKrupp nach der Gewinnwarnung Einblick in die Bücher – es könnte das letzte Mal in der jetzigen Unternehmenszusammensetzung sein.

Alles ist möglich

Aufgrund des Umbaus stehen die Zahlen bei ThyssenKrupp weniger im Fokus als bei anderen Konzernen. Nach der Prognosensenkung wird es dennoch spannend, zu sehen, wie sich die einzelnen Sparten entwickelt haben. Hintergrund: Bei einer möglichen Zerschlagung müssten alle Bereiche anhand ihrer derzeitigen operativen Entwicklung bewertet werden.

Allerdings sind die Fronten bei ThyssenKrupp seit den Rücktritten von Konzernchef Heinrich Hiesinger und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Lehner verhärtet. Das Problem: Es treffen viele Inte­ressengruppen aufeinander. Einerseits fordern die aktivistischen Investoren Cevian und Elliott, dass der Umbau des Konzerns schneller und umgreifender ausfällt als bislang. Andererseits wollen die Arbeitnehmer und die deutsche Politik ganz im Sinne von Hiesinger und Lehner eine Zerschlagung verhindern, vor allem auch, um keine Arbeitsplätze zu gefährden. Hinzu kommt die Krupp-Stiftung, die eigentlich ebenfalls für die Einheit des Konzerns sorgen soll, deren aktuelle Motive aufgrund des jüngsten Handelns aber unklar erscheinen. Der Ausgang ist völlig offen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das steckt hinter dem Chaos

Erst seit wenigen Wochen ist Bernhard Pellens als Aufsichtsratschef bei ThyssenKrupp im Amt. Am Mittwoch gab es nun aber bereits Gerüchte, dass der Wissenschaftler schon wieder vor der Ablösung steht. Vor allem die Großaktionäre sollen einen Wechsel anstreben und wollen die ehemalige … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das wäre eine Überraschung

Die Talfahrt von ThyssenKrupp ist eng mit dem Führungschaos verknüpft. Seit im Juli der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger und der Aufsichtsratschef Ulrich Lehner kurz hintereinander zurücktraten, hat der ohnehin angeschlagene DAX-Titel noch einmal deutlich an Wert verloren. Nun deutet sich … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das wird aber auch Zeit

Der Druck auf ThyssenKrupp bleibt hoch. Nach wie vor steht die Aktie unter Druck, zudem wurde zuletzt vermehrt Kritik laut, dass beim Umbau keine entscheidenden Fortschritte erzielt werden. Zumindest beim Stahl-Joint-Venture mit dem indischen Wettbewerber Tata Steel steht der Konzern nun aber vor … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das darf doch nicht wahr sein

Die Probleme bei ThyssenKrupp halten an. Vor allem bei den Bemühungen zum Umbau kommt der Industriekonzern nicht voran. Nach der jüngsten Kritik der Arbeitnehmer gab es nun bei der geplanten Stahlfusion mit Tata Steel einen erneuten Rückschlag. Die EU-Wettbewerbskommission hat die Prüffrist für den … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Zu viele offene Fragen

Nach wie vor kann sich die Aktie von ThyssenKrupp nicht nachhaltig vom Jahrestief bei 15,52 Euro lösen. Schwache Zahlen inklusive erneuter Gewinnwarnung belasten, doch auch die offenen Fragen beim Umbau verunsichern die Anleger. Selbst beim lange beschlossenen Joint Venture mit Tata Steel herrscht … mehr