Salzgitter
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp, Klöckner & Co und Salzgitter: Im Sog von Alcoa

Die Aktien der Stahlkonzerne haben in den vergangenen Tagen zu den großen Verlierern gehört. Wieder einmal treibt Anleger die Angst vor einer neuerlichen Rezession um. Doch heute sind die Aktien plötzlich wieder gefragt: Zum einen nutzen Schnäppchenjäger die günstigen Kurse, zum anderen beflügeln die Zahlen von Alcoa.

Der US-Aluminiumkonzern hatte am Abend gute Zahlen abgeliefert und auch der Ausblick überzeugt. Alcoa erwartet sogar einen Lieferengpass für das laufende Jahr. Die Nachrage soll um rund sieben Prozent steigen. Der Überschuss summiert sich auf 94 Millionen Dollar oder 9 Cent je Aktie. Analysten gingen von einem Verlust von 3 Cent je Aktie aus. "Wir sehen Nachfragewachstum in so ziemlich allen Endmärkten weltweit", sagte Konzernchef Klaus Kleinfeld.

Positive Analysten

Diese Aussage dürften auch die Aktionäre von Stahlaktien gerne gehört haben. Immerhin ist dies ein gutes Indiz dafür, dass auch die Nachfrage nach Stahl wieder anziehen dürfte - und mit der Nachfrage auch die Preise, die zuletzt deutlich unter Druck standen und Produzenten als auch Händlern das Leben schwer machten. Bereits gestern gab es dazu einige positive Analystenkommentare zu einzelnen Stahlwerten. Im Blickpunkt stand dabei Salzgitter.

Sven Diermeier von Independent Research beispielsweise hat die Aktie des im MDAX notierten Stahlkonzerns Salzgitter auf „Kaufen" hochgestuft. Vor allem mit Blick auf das kommende Jahr ist der Analyst optimistisch. Zudem das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte von einer Konjunkturerholung in Deutschland und der EU profitieren. Auch Björn Voss von Warburg Research sieht die Aktie von Salzgitter als Kauf. Das Kursziel taxiert er auf 51,00 Euro. Das Geschäftsumfeld für den Stahlkonzern sei auch dank der Nachfrage der deutschen Automobil- und Maschinenbauindustrie unverändert günstig. Ab dem zweiten Quartal sollten sich auch die Gewinne erholen.

Die stark abgestraften Aktien von Salzgitter, ThyssenKrupp und Klöckner & Co bieten mittelfristig bis langfristig orientierten Anlegern derzeit ein sehr gutes Chance-/Risiko-Verhältnis. Ein Einstieg auf dem aktuellen Niveau sollte sich mit Sicht auf 12 bis 18 Monate für Aktionäre auszahlen. Die Alcoa-Zahlen geben Anlass zu verhaltenem Optimismus.

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