ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Handelskrieg möglich – Sorgen um die Stahlbranche

Am Freitag sind Stahlaktien deutlich unter Druck geraten. Die Sorgen vor dem Protektionismus in den USA und den weiterhin massiven Überkapazitäten belasten die Branche. Sollten sich die Befürchtungen bewahrheiten, könnte die Erholung, die in den vergangenen Monaten beim Stahlpreis eingesetzt hatte, bereits wieder beendet sein.

„Es gibt keinen Anlass zur Entwarnung für die unveränderte Bedrohung der deutschen Stahlindustrie“, so Hans Jürgen Kerkhoff, der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl auf der Handelsblatt-Stahltagung. Die Abschottungspolitik Donald Trumps ist ihm ein Dorn im Auge. Verlierer der protektionistischen Tendenzen, auch durch den Brexit, könnte die europäische Stahlindustrie sein.

Frank Schulz, der Deutschland-Chef von ArcelorMittal hält sogar einen Handelskrieg für möglich. Das Problem: Nach Großbritannien sind die USA der größte Absatzmarkt für ThyssenKrupp und Salzgitter. Die Folgen hoher Außenzölle auf Stahlimporte in die USA wären besorgniserregend, bestätigt Kerkhoff. Ein Viertel der deutschen Stahlexporte außerhalb der EU gehen in die Vereinigten Staaten.

Flexibilität wichtig

Die Stahlbranche wird auf Überkapazitäten und Protektionismus reagieren müssen. Innovationen und Flexibilität sind dabei wichtig. ThyssenKrupp will diesen Wandel nicht mehr vollziehen und plant die Fusion der europäischen Aktivitäten in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Wettbewerber Tata Steel. Für die Aktie wäre eine Abspaltung des „Sorgenkinds Stahl“ positiv. Anleger setzen auf dieses Szenario und bleiben an Bord.

 


 

 
Confronting Capitalism

Autor: Kotler, Philip
ISBN: 9783864703768
Seiten: 258
Erscheinungsdatum: 15.06.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

1989: Der Kommunismus ist tot, der Kapitalismus hat sich als das überlegene System erwiesen. 2008: Die Wall Street bringt die Weltwirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs. 2015: Wir können nicht mehr die Augen vor gravierenden ökonomischen Problemen verschließen. Philip Kotler schaut ganz genau hin. In seinem neuen Buch legt er den Finger in die Wunden des Kapita lismus. Er identifi ziert und analysiert insgesamt 14 strukturelle Mängel: zunehmende Armut, wachsende Ungleichheit, Jobverlust durch Auto matisierung, Umweltzerstörung, Profi t orientierung, …
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