ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Fusion mit Tata - ein wichtiger Schritt

Es bleibt spannend bei ThyssenKrupp. Nach wie vor dreht sich beim Industriekonzern alles um die Zukunft der Stahlsparte. Bei einer Konferenz des Konzernbetriebsrats hat sich am Mittwoch erneut gezeigt, dass sich die Positionen der einzelnen Parteien nach wie vor deutlich unterscheiden. Das Management geht nun jedoch den ersten Schritt.

Am Freitag sei eine Information der Arbeitnehmervertreter geplant, erklärte ein Sprecher von ThyssenKrupp am Mittwoch. Dabei könnte es erste Einblicke in den Umbau der Stahlsparte geben. Stahlchef Andreas Goss werde dem Wirtschaftsausschuss des Betriebsrats einen strategischen Rahmen vorlegen. Fakten könnten aber noch nicht verkündet werden. Auch eine Information der Öffentlichkeit ist laut Angaben nicht geplant.

Zuvor hatte Betriebsratschef Wilhelm Segerath erneut Kritik an der geplanten Fusion mit Tata Steel geübt. Er forderte den Vorstand auf, die Gerüchte zu beenden und Steel Europe nicht zur „bad bank“ des Konzerns zu machen. „Ohne Klarheit zu ‚Thytata‘ und einem Ende der Gerüchte wird es im Stahl auch keine Restrukturierung geben.“ Segerath kündigt zudem an, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen.

An Bord bleiben

Es ist positiv, dass der Konzern die Pläne für den Stahlbereich erstmals erläutern wird. Bis es zu einer Einigung kommt, sind allerdings noch einige Hürden aus dem Weg zu räumen. Eine mögliche Konsolidierung der Branche dürfte der Aktie neuen Schwung verleihen. Anleger setzen auf dieses Szenario und bleiben dabei. Der Stoppkurs liegt bei 19,50 Euro.

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