ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Es tut sich was

Die Aktie des Stahlkonzerns ThyssenKrupp steht heute einsam an der Spitze des DAX. Ein Medienbericht sorgt für Rückenwind bei der Aktie. Demnach soll der brasilianische Stahlkonzern CSN Geld für den Kauf der beiden ThyssenKrupp-Werke in Brasilien und den USA beschaffen.

Der Verkauf der beiden defizitären Übersee-Werke gilt als wichtiger strategischer Baustein beim Umbau des Konzerns. Zuletzt gab es Berichte, wonach ThyssenKrupp bislang alles andere als zufrieden ist mit den Angeboten, die eingegangen sind. „Das bringt nochmal wieder Bewegung in die Geschichte und sorgt entsprechend für Fantasie bei ThyssenKrupp", sagte ein Börsianer gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Analysten mit verschiedenen Meinungen

Zuletzt hatte sich die Commerzbank zu Wort gemeldet. Ingo-Martin Schachel hat das Kursziel von 21,00 auf 24,00 Euro angehoben und rät weiter zum Kauf der Aktie. Er geht neben einem verbesserten konjunkturellen Ausblick davon aus, dass ThyssenKrupp von den erwarteten Anteilsverkäufen profitiert. Deutlich vorsichtiger zeigt sich Sven Diermeier von Independent Research. Er sieht die Aktie als Halteposition und das Kursziel bei 19,20 Euro. Er sieht weiter ein herausforderndes Umfeld für Stahlkonzerne. Gleichzeitig zeigt sich der Experte verhalten optimistisch für den Verkaufsprozess für die beiden Stahlwerke in Übersee.

Die Aktie von ThyssenKrupp mag sich derzeit nicht für eine Richtung entscheiden. Das Wohl und Wehe für die Aktie hängt offensichtlich an einem Verkauf der beiden Stahlwerke in Brasilien und in den USA - und natürlich an dem Preis, der sich beim Verkauf erzielen lässt. DER AKTIONÄR glaubt weiterhin, dass der Verkauf gelingen wird. Allerdings ist das Papier nur spekulativ orientierten Anlegern vorbehalten, die mit den Kursschwankungen der kommenden Wochen und Monate leben können. Sollte der Verkauf langsam konkrete Formen annehmen, sollte auch die 20,00-Euro-Marke fallen.  

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR

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