ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Es riecht nach einem Bieterwettbewerb

Beim Verkauf der beiden kriselnden Stahlwerke von ThyssenKrupp in Übersee zeichnet sich ein Bieterwettstreit ab. Nach Informationen des Handelsblatts schmieden einige Bieter Bündnisse, um ihre Chancen zu verbessern. So wollen unter anderem der japanische Stahlkocher JFE Stell und U.S. Stell eine gemeinsame Offerte vorlegen.

Auch Weltmarktführer ArcelorMittal soll gemeinsam mit Nippon Steel ein gemeinsames Angebot vorbereiten. Auch der brasilianische Konzern CSN hat sein Interesse bekundet. Das Unternehmen will sich Finanzhilfe von der staatlichen Bank BNDES holen. Bindende Angebote können noch bis zum 28. Februar abgegeben werden.

Welchen Preis ThyssenKrupp für die beiden Werke in Brasilien und Alabama erzielen kann, ist nicht klar. Konzerchef Heinrich Hiesinger hatte stets betont, mindestens den Buchwert für beide Werke erzielen zu wollen. Nach Wertberichtigungen stehen die beiden Werke noch mit 3,9 Milliarden Euro in den Büchern. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Meinung: ThyssenKrupp muss die beiden kriselnden Werke verkaufen. Das könnte auch zum Befreiungsschlag für die Aktie werden. Im nächsten Schritt sollte das Unternehmen die margenstärkere Technologiesparte stärken. Die Aktie bleibt ein spekulativer Tipp im DAX.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR

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