ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Das muss besser werden

Die Aktie von ThyssenKrupp setzt den Aufwärtstrend fort. Im freundlichen Marktumfeld nähert sich der DAX-Titel dem Jahreshoch bei 21,97 Euro weiter an. Spannung verspricht in dieser Woche aber vor allem der Donnerstag. Dann präsentiert der Industriekonzern seine Bilanz für das dritte Quartal.

Nach Einschätzung der Analysten hat ThyssenKrupp noch nicht von der Erholung der Stahlpreise profitiert. Die Gewinne dürften deshalb erneut gesunken sein. Operativ wird ein Rückgang um fast ein Viertel auf 410 Millionen Euro erwartet. Es könnte damit knapp werden, dass der Konzern die vor drei Monaten bereits gesenkte Prognose erreicht. Im Gesamtjahr peilt das Management für das EBIT einen Rückgang von knapp 1,7 Milliarden auf gut 1,4 Milliarden Euro an.

Der Fokus liegt bei ThyssenKrupp allerdings bereits auf dem kommenden Jahr. Die gestiegenen Stahlpreise und das Sparprogramm in der Anlagenbausparte sollten sich dann positiv auf das Ergebnis auswirken. Zudem wird weiter nach einer großen Lösung für das Stahlgeschäft gesucht. Gespräche mit dem indischen Konkurrenten Tata Steel über eine Lösung für die europäischen Stahlaktivitäten wurden durch den Brexit allerdings durcheinandergewirbelt. Ob es dennoch zum Abschluss kommt, bleibt offen.

Ausbruch möglich

In der Stahlbranche gibt es nach wie vor Probleme. Die unklare Situation belastet ThyssenKrupp. Eine Abspaltung würde hier Fantasie freisetzen. Neue Impulse für das gute Chartbild könnte es aber auch durch starke Zahlen geben. Anleger bleiben an Bord und setzen auf den Sprung über das Jahreshoch.

(Mit Material von dpa-AFX)

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