ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Endlich ein Trendwechsel?

Die Aktionäre des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp sind leidgeprüft. Die Aktie des im DAX notierten Unternehmens will einfach nicht in die Gänge kommen. Doch zumindest kurzfristig könnte es zu einer Trendwende kommen. Die schlechten nachrichten scheinen alle eingepreist zu sein.

Auch die eigentlich alles andere als erfreuliche Nachricht, dass Outokumpu mit einer langen Kartellprüfung rechnet, konnte gestern der Aktie von ThyssenKrupp wenig anhaben. Der finnische Edelstahlproduzent will die ThyssenKrupp-Tochter Inoxum übernehmen. Es werde voraussichtlich eine vertiefte Prüfung durch die Europäische Kommission geben, sagte Vorstandschef Mika Seitovirta dem Handelsblatt. „Diese könnte im September oder Anfang Oktober abgeschlossen sein", sagte er. Outokumpu will 2,7 Milliarden Euro für die Edelstahltochter von ThyssenKrupp bezahlen. Dadurch soll der weltgrößte Hersteller von rostfreiem Stahl entstehen.

Commerzbank sagt „Buy"

Zuletzt hat sich Ingo-Martin Schachel, Analyst bei der Commerzbank, positiv zu der Aktie von ThyssenKrupp geäußert. Das Papier ist seiner Einschätzung nach ein Kauf, das Kursziel sieht er bei 28,00 Euro. Er lobte vor allem den Anstieg der Auftragseingänge bei der Aufzugssparte. Das Plus um zehn Prozent bei Schindler sei vor allem den Geschäften in der Region Asien/Pazifik und Amerika zu verdanken. Wegen der starken Präsenz der Aufzugsparte von ThyssenKrupp in Nordamerika sei bei dem DAX-Konzern mit einem noch stärkeren Auftragsanstieg zu rechnen.

Stahlaktien sind derzeit nur etwas für Anleger mit wahrlich stahlharten Nerven. Ausbruchsversuche der Aktie wurden bislang stets unverzüglich abverkauft. Dennoch bietet das aktuelle Niveau ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Anleger sollten eine Position mit einem Stopp knapp unterhalb des letzten Tiefs bei 16,65 Euro absichern.

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