ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Eine Lösung muss her

Noch lässt der nachhaltige Ausbruch auf sich warten. Zuletzt hat die Aktie von ThyssenKrupp ein neues 52-Wochen-Hoch aufgestellt. In der Folge ist der DAX-Titel allerdings wieder unter die 22-Euro-Marke zurückgefallen. Im Fokus steht beim Industriekonzern weiter die Zukunft der Stahlsparte.

Fusionsgerüchte gibt es bereits seit Monaten. Es bleibt allerdings unklar, wie die Konsolidierung in der Stahlbranche am Ende aussehen wird. Berichte über einen innerdeutschen Zusammenschluss von ThyssenKrupp mit Salzgitter dürften haltlos sein – Salzgitter hat bereits mehrfach betont, nicht an einer Konsolidierung interessiert zu sein. Als Favorit gilt weiter der Zusammenschluss der europäischen Stahlaktivitäten von Thyssen mit dem indischen Wettbewerber Tata Steel. Doch auch Voestalpine oder Riva werden als Kandidaten gehandelt.

In jedem Fall dürften Veränderungen in der Branche anstehen. ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger hat bereits mehrfach betont, dass es zur Konsolidierung kommen müsse. Ansonsten muss für den Stahlbereich auf anderem Weg eine tragfähige Lösung gefunden werden. Denn: Wie es derzeit ist, kann es nicht bleiben. Während die Geschäfte mit Aufzügen und Industriegütern gut laufen, ist der Gewinn beim Stahl in den ersten neun Monaten den laufenden Geschäftsjahres deutlich eingebrochen.

Dabeibleiben

Die Überkapazitäten führen nach wie vor zu sinkenden Stahlpreisen. Eine Fusion der Sparte würde der ThyssenKrupp-Aktie deshalb gut tun. Anleger setzen auf erfolgreiche Gespräche und bleiben an Bord. Gelingt der nachhaltige Sprung über das 52-Wochen-Hoch, wäre auch aus charttechnischer Sicht der Weg frei. Der Stoppkurs liegt bei 17,20 Euro.

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