ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Ein Top Pick

Noch hört man nichts Neues zum Verkauf der Sparte Steel America bei dem Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp. Doch es dürfte letztlich nur noch eine Frage von Wochen sein, bis das Unternehmen sein verlustträchtiges Übersee-Abenteuer an den Mann bringt. Die ersten Analysten raten bereits zum Kauf.

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für ThyssenKrupp auf „Overweight" mit einem Kursziel von 19,00 Euro belassen. Die Stahlpreise könnten sehr bald den Boden erreichen, schrieb Analyst Alessandro Abate. Ungeachtet von Währungsrisiken stütze die verringerte Gesamtproduktion. Der Industrie- und Stahlkonzern ThyssenKrupp gehöre neben ArcelorMittal und Voestalpine zu seinen „Top Picks". Lasse man einmal den ausstehenden Verkauf von Steel Americas und das Risiko einer Kapitalerhöhung außen vor, so scheine die Management- und Führungskultur die Geschäftsentwicklung des Unternehmens zu verbessern.

DER AKTIONÄR geht jedoch weiter davon aus, dass das Wohl und Wehe des Kurses der Thyssen-Aktie an dem geplanten Verkauf von Steel Americas hängt. Eigentlich sah alles danach aus, als ob ThyssenKrupp bereits einen Käufer gefunden hat. Doch neuerliche Medienberichte lassen Zweifel daran aufkommen. Angeblich soll der brasilianische Stahlkonzern CSN noch immer abwägen, ob er Steel America kaufen will oder nicht. Ein verbindliches Angebot sollen die Brasilianer demnach noch nicht abgegeben haben. Bei ThyssenKrupp selbst hatte man jedoch mehrfach erklärt, der Verkaufsprozess laufe nach Plan. Daher geht DER AKTIONÄR davon aus, dass es in den kommenden Wochen zu einem Verkauf kommen wird. Mutige Anleger positionieren sich im Vorfeld. Auch eine wahrscheinliche Kapitalerhöhung sollte mittlerweile vom Markt eingepreist sein.

 

(mit Material von dpa-AFX)

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