ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Ein neuer Widersacher

Die Aktie von ThyssenKrupp ist in den vergangenen Tagen deutlich unter Druck geraten. Obwohl der indische Wettbewerber Tata zuletzt Fortschritte bei den Verhandlungen mit dem britischen Pensionsfonds erzielt hat, ist ein Scheitern der Stahlfusion nach wie vor möglich. Hinzu kommt nun die Attacke eines französischen Leerverkäufers.

Capital Fund Management ist ein Vermögensverwalter aus Paris und einer der größten Hedgefonds Frankreich. Am 18. August ist Capital Fund Management nun eine Netto-Leerverkaufsposition in Höhe von 0,49 Prozent der Marktkapitalisierung eingegangen. Offen bleiben die Motive des Einstiegs. Es wird spekuliert, dass der Hedgefonds auf ein Platzen der Stahlfusion setzt. ThyssenKrupp könnte dann zwar voraussichtlich auf einen Plan B ausweichen. Ohne die Wunschlösung würde sich die Neubewertung der Aktie allerdings zumindest verzögern.

Positive Nachrichten gibt es dagegen von der Marinesparte. Die norwegische Verteidigungsministerin Marie Eriksen Søreide hat nun bestätigt, dass die Anschaffung von vier neuen U-Booten mit einem Auftragsvolumen von umgerechnet 4,33 Milliarden Euro geplant wird. Im Jahr 2019 soll der Vertrag abgeschlossen werden und etwa ab 2025 sollen die U-Boote der norwegischen Marine zur Verfügung stehen. Auch die Bundeswehr bekommt im Zuge der Kooperation zwei baugleiche U-Boote von ThyssenKrupp.

Neubewertung zu erwarten

Anleger sollten sich wegen der Short-Attacke keine zu großen Sorgen machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Tata-Fusion zum Abschluss kommt, bleibt hoch. Ohne das schwankungsanfällige Stahlgeschäft steht die Aktie von ThyssenKrupp vor einer Neubewertung. Kurse über 30 Euro sind dann weiter möglich. Anleger lassen die Gewinne laufen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das steckt hinter dem Chaos

Erst seit wenigen Wochen ist Bernhard Pellens als Aufsichtsratschef bei ThyssenKrupp im Amt. Am Mittwoch gab es nun aber bereits Gerüchte, dass der Wissenschaftler schon wieder vor der Ablösung steht. Vor allem die Großaktionäre sollen einen Wechsel anstreben und wollen die ehemalige … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das wäre eine Überraschung

Die Talfahrt von ThyssenKrupp ist eng mit dem Führungschaos verknüpft. Seit im Juli der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger und der Aufsichtsratschef Ulrich Lehner kurz hintereinander zurücktraten, hat der ohnehin angeschlagene DAX-Titel noch einmal deutlich an Wert verloren. Nun deutet sich … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das wird aber auch Zeit

Der Druck auf ThyssenKrupp bleibt hoch. Nach wie vor steht die Aktie unter Druck, zudem wurde zuletzt vermehrt Kritik laut, dass beim Umbau keine entscheidenden Fortschritte erzielt werden. Zumindest beim Stahl-Joint-Venture mit dem indischen Wettbewerber Tata Steel steht der Konzern nun aber vor … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das darf doch nicht wahr sein

Die Probleme bei ThyssenKrupp halten an. Vor allem bei den Bemühungen zum Umbau kommt der Industriekonzern nicht voran. Nach der jüngsten Kritik der Arbeitnehmer gab es nun bei der geplanten Stahlfusion mit Tata Steel einen erneuten Rückschlag. Die EU-Wettbewerbskommission hat die Prüffrist für den … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Zu viele offene Fragen

Nach wie vor kann sich die Aktie von ThyssenKrupp nicht nachhaltig vom Jahrestief bei 15,52 Euro lösen. Schwache Zahlen inklusive erneuter Gewinnwarnung belasten, doch auch die offenen Fragen beim Umbau verunsichern die Anleger. Selbst beim lange beschlossenen Joint Venture mit Tata Steel herrscht … mehr