ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Die Uhr tickt

Geht der Verkauf der kriselnden Werke in Übersee bei dem Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp schneller über die Bühne als viele denken? Einem Bericht der brasilianischen Wirtschaftszeitung Valor Economico zufolge, sollen Interessenten ihre unverbindlichen Angebote bereits bis zum 28. September abgeben.

In einem Interview hatte Vorstandsvorsitzender Heinrich Hiesinger bereits gesagt, dass sich mehr als zehn Interessenten gemeldet hätten und ihr Interesse an den beiden Werken in Brasilien und Alabama/USA bekundet hätten. Unter diesen Interessenten sind laut Valor Economico die Stahlhersteller Ternium SA, Companhia Siderurgica Nacional SA und ArcelorMittal.

Wertberichtigung noch in diesem Geschäftsjahr?

Damit dürfte es auch wahrscheinlicher werden, dass ThyssenKrupp noch in diesem Geschäftsjahr eine Wertberichtigung auf den Buchwert der beiden Werke vornehmen wird. Dies dürfte zwar zu einem hohen Verlust führen. Da dieser jedoch nicht liquiditätswirksam ist, sollten sich Anleger davon nicht verunsichern lassen. Letztlich ist dies zur Bereinigung der Bilanz notwendig.

Sicherlich: Es ist noch ein weiter Weg von einem unverbindlichen Angebot bis zu einem endgültigen Verkauf. Doch die Meldung zeigt, dass ThyssenKrupp das Problem mit Nachdruck angeht. Ein Verkauf im kommenden Geschäftsjahr könnte dafür sorgen, dass der im DAX gelistete Konzern praktisch schuldenfrei wird. Dann könnte im Gegenzug die Technologiesparte weiter ausgebaut wird. Diese gilt als weniger konjunktursensibel und verspricht zudem höhere Margen. DER AKTIONÄR sieht sich in seiner positiven Einschätzung der Aktie bestätigt.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Dieser Schritt ist wirklich wichtig

Die Talfahrt bei ThyssenKrupp hält an. Auf 52-Wochen-Sicht hat sich die Aktie in etwa halbiert. Doch nach der Ernennung von Martina Merz zur neuen Chefin des Aufsichtsrats sollte zumindest das Führungschaos beim DAX-Konzern vorerst ad acta gelegt sein. An die Anleger hat Merz nun ein starkes Signal … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das kann nur der Anfang sein

Die Aktie von ThyssenKrupp kann sich nach wie vor nicht von ihrem Mehrjahrestief bei 12,91 Euro lösen. Nach den schwachen Zahlen befürchten immer mehr Anleger, dass auch der langwierige und kostenintensive Umbau keine nachhaltige Besserung bringen wird. Immerhin konnte sich der DAX-Konzern nun … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Tata-Fusion auf der Kippe, aber...

Zu Beginn der neuen Woche zählt ThyssenKrupp erneut zu den schwächsten Werten im DAX. Trotz einiger positiver Analystenstudien kommt die Aktie nach wie vor nicht auf die Beine und nähert sich nun erneut dem Zwischentief bei 12,91 Euro. Zumindest beim Stahl-Joint-Venture mit Tata Steel strahlt der … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Darum geht der Absturz weiter

Immer dramatischer wird die Lage bei ThyssenKrupp. Erstmals seit 2016 ist die Aktie am Donnerstag wieder unter 13 Euro gefallen, das Mehrjahrestief bei 12,56 Euro aus dem Februar 2016 ist inzwischen bedrohlich nahe. Und die Probleme setzen sich fort. Jetzt läuft es auch bei der Konzernperle … mehr