ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Die Bullenfalle schnappt zu

Es sah so gut aus: Die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp schickte sich gerade an, ihren Seitwärtstrend zu beenden und nach oben auszubrechen. Doch die Krise in der Ukraine fordert ihren Tribut. Dazu kommen zwei Interviews, die die Anleger verunsichert haben.

Nach zwei Vorstandsinterviews mit teils negativen Tönen geben die Aktien gewaltig nach. Vor allem der Grundton der Aussagen von Vorstandschef Heinrich Hiesinger in der Rheinischen Post sei recht negativ gewesen, kommentierte ein Börsianer. Hiesinger hatte dort vor den negativen Konsequenzen gewarnt, falls die Ökostrom-Rabatte gestrichen werden sollten. In der Börsen-Zeitung bekräftigte Finanzvorstand Guido Kerkhoff zugleich unter anderem das grundsätzliche Bekenntnis zum Stahlgeschäft in Deutschland. Dazu sagte der Börsianer: Die meisten Aussagen hier seien nicht neu, klängen aber vorsichtig mit Blick auf das Stahlmarktumfeld und zugleich optimistisch mit Blick auf das Selbsthilfe-Potenzial des Konzerns.

Aus charttechnischer Sicht scheint es sich um eine klassische Bullenfalle zu handeln. Nachdem die Aktie mit einem Gap über den Widerstand bei 19,60 Euro ausgebrochen ist, gab es zunächst zahlreiche Anschlusskäufe, die auf eine Rallye gesetzt haben. Doch bereits in den vergangenen Tagen kam Skepsis über die Nachhaltigkeit des Ausbruchs auf. Und der Kurs bröckelte vor sich hin. Heute dann die Ernüchterung. Die Aktie bricht deutlich ein und notiert wieder unter dem Widerstand. Das Chartbild hat sich damit deutlich eingetrübt. Ein Neueinstieg drängt sich derzeit nicht auf.

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das erwartet den neuen Chef

In der Regel ist es kein gutes Zeichen, wenn ein Vorstandschef das Unternehmen überraschend verlässt. Manche Anleger mag es deshalb verwundern, dass die Aktie von ThyssenKrupp am Freitag nach der Rücktrittsankündigung von CEO Heinrich Hiesinger zunächst zulegen kann. Hintergrund ist die Hoffnung … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Darauf kommt es jetzt an

Bei ThyssenKrupp ist die Euphorie nach dem Stahldeal mit Tata groß. Trotz der Einigung der beiden Konzerne gibt es aber noch eine Hürde vor der Abspaltung. Die Kartellbehörden müssen dem Zusammenschluss zur neuen Nummer 2 in Europa zustimmen. Das könnte den Zeitplan durcheinanderwerfen. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Darum steigt die Aktie

Trotz der Einigung mit Tata über die Stahlfusion haben Anleger bei ThyssenKrupp zu Wochenbeginn vergeblich auf den charttechnischen Befreiungsschlag gewartet. Am Mittwoch zählt die Aktie zu den stärksten Werten im DAX. Eine Hochstufung der UBS könnte der Startschuss für die Bullen sein. mehr