ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Der Tag danach

Der Markt erholt sich – und ganz vorne mit dabei ist die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp. Das Papier kann heute im frühen Handel fast zwei Prozent zulegen und reagiert damit auf die Kursverluste der vergangenen Tage.

Gestern wurde bekannt, dass ThyssenKrupp mitten in der heißen Phase der Verhandlungen über den Verkauf seines verlustreichen brasilianischen Stahlwerks in Brasilien mit neuen technischen Problemen kämpft. Seit rund einem Monat könne einer der beiden Hochöfen nicht produzieren, hieß es in Unternehmenskreisen. Ein Sprecher bestätigte lediglich, dass es „Prozessinstabilitäten" gebe. Das Unternehmen tue alles, damit der Hochofen wieder voll laufen könne.

Kapitalerhöhung?

Diese Meldung sorgte in einem schwachen Marktumfeld für deutliche Abschläge bei der Aktie des im DAX notierten Unternehmens. ThyssenKrupp versucht mit Nachdruck seine beiden defizitären Werke in Brasilien und Alabama/USA zu verkaufen. Mit den beiden Stahlwerken hat sich der Konzern ein Milliardengrab geschaufelt. Die Spekulationen, dass ThyssenKrupp auch nach einem erfolgreichen Verkauf eine Kapitalerhöhung benötigen wird, reißen nicht ab.

Auch DER AKTIONÄR geht davon aus, dass ThyssenKrupp mit der Verkaufsmeldung auch eine Kapitalerhöhung bekannt geben wird, um die Eigenkapitalbasis von zuletzt nur noch rund elf Prozent zu stärken. Dennoch sollten Anleger an ihrer Position festhalten. Die schlechten Nachrichten sollten zur Genüge im aktuellen Kurs eingepreist sein. Das Kursziel liegt zunächst bei 19,00 Euro.

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