ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Der nächste Tiefschlag

Und schon wieder gehört die Aktie von ThyssenKrupp am heutigen Handelstag zu den großen Verlierern. Der Grund: Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung rechnet das Management intern damit, beim Verkauf der beiden Werke in Brasilien und Alabama bis zu elf Milliarden Euro zu verlieren.

Die Konzernzentrale spiele verschiedene Szenarien durch, wonach der Verkauf Erlöse von ein, zwei drei oder vier Milliarden Euro bringt. Die beiden erst 2010 in Betrieb genommen Werke stehen noch mit sieben Milliarden Euro in den Büchern. Gekostet haben die Werke nach jüngsten Angaben rund zwölf Milliarden Euro. Gewissheit wird es wohl erst auf der Bilanzpressekonferenz in knapp zwei Wochen geben.

Preisvorstellungen liegen weit auseinander

Seit Wochen zeichnet sich ab, dass die Preisvorstellungen der Kauf-Interessenten und die von ThyssenKrupp weit auseinander liegen. Inzwischen läuft die zweite Phase der Auswahl von Interessenten. Diese bekommen dabei die Möglichkeit, die Werke zu analysieren und verbindliche Kaufangebote abzugeben. Möglich ist der Verkauf beider Werke als Einheit sowie die separate Veräußerung an unterschiedliche Investoren.

Die Aktie von ThyssenKrupp ist heute der größte Verlierer im DAX. Das Papier leidet derzeit unter einem deutlich negativen Nachrichtenfluss. Dazu hat sich auch das Chartbild bei der Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns deutlich eingetrübt. Die Analystenabstufungen der vergangenen Tage wirken ebenfalls nach. Mit einer schnellen Erholung sollten Anleger daher vor den Zahlen in knapp zwei Wochen nicht rechnen. Derzeit drängt sich ein Neueinstieg nicht auf.

(mit Material von dpa-AFX)

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