ThyssenKrupp
- Werner Sperber - Redakteur

ThyssenKrupp: Der Boden ist erreicht

Die Fachleute von Börse Online legen die Farbe für die Zahlen von ThyssenKrupp für das erste Quartal des laufenden Jahres mit grau fest. Die Ergebnisse für die Sparte Industriegüter glänzen weiß; für die Stahlsparte sehen sie schwarz. Die Stahlpreise sind schließlich stark gesunken. Insgesamt sind die Auftragseingangszahlen, der Umsatz und der Cashflow schwächer als von den Analysten geschätzt ausgefallen und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank wie erwartet um ein Fünftel auf 326 Millionen Euro. Vorstandsvorsitzender Dr. Heinrich Hiesinger senkte zudem das Jahresziel für dieses operative Ergebnis von 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro auf nun mindestens 1,4 Milliarden Euro. Dabei hält der Konzernchef mindestens zwei Milliarden Euro EBIT für notwendig, um nachhaltig wirtschaften zu können. Zudem führten hohe Pensionsverpflichtungen bei niedrigen Zinsen zu höheren Rückstellungen, was das Eigenkapital belastete. Finanzvorstand Guido Kerkhoff erklärt, eine weitere Kapitalerhöhung ist unnötig. Der Aufwärtstrend in der Sparte Industriegüter halte an und bei den Stahlpreisen sei der Boden erreicht. Anleger sollten dennoch noch Abstand halten, denn der Aktienkurs dürfte zunächst weiter konsolidieren. Das Kursziel beträgt 19 Euro und investierte Anleger sollten den Stop-Loss bei 15 Euro setzen.

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