ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Das sieht gut aus

Die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp kann heute wieder deutlich zulegen. Aus charttechnischer Sicht stehen die Ampeln auf grün. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kurse über 20,00 Euro noch in diesem Jahr erreicht werden, wächst weiter.

Vor einem halben Jahr noch stand es schlecht um die Aktie des Stahlriesen. Die Sparte Steel America bereitete den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Die Verluste summierten sich. Ein Ende der Spirale schien nicht in Sicht. Dazu bereitete auch der Stahlpreis Sorgen. Seit Monaten steht er unter Druck. Auf eine Erholung wartet man in der Branche vergeblich.

Ankündigung sorgt für Fantasie

Nun hat sich an dem Umfeld wenig geändert: Noch immer stehen die Werke in Brasilien und in Alabama mit hohen Verlusten in den Büchern. Doch bei ThyssenKrupp ist man dazu übergegangen, dieses Problem anzupacken. Gemäß dem Motto „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende" hat der Konzern die Bereitschaft signalisiert, die beiden Werke zum Verkauf zu stellen. An Interessenten mangelt es dem Vernehmen nach nicht. Ein möglicher Verkauf hätte den angenehmen Nebeneffekt, dass das im DAX notierte Unternehmen seine Schulden zurückzahlen könnte. Im Gegenzug könnte dann das Technologiegeschäft gestärkt werden.

Der Großanlagenbau und das Aufzugsgeschäft erweisen sich ohnehin für den Konzern als Fels in der Brandung. Margenstark und weit weniger konjunktursensibel als das klassische Stahlgeschäft sorgen die Sparten dafür, dass die Zahlen weniger schlecht ausgefallen sind, als von vielen Analysten befürchtet. Die Aktie erholt sich schritt für schritt. Mit dem Sprung über 17,30 Euro hat das Papier heute ein neues Kaufsignal generiert. Und ein Angriff auf die 20-Euro-Marke scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

DER AKTIONÄR rät Anlegern, an ihren Stücken festzuhalten. Das Momentum spricht derzeit eindeutig dafür, dass die Thyssen-Aktie den Sprung über die 20,00 Euro vielleicht sogar noch in diesem Jahr schaffen kann.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Die Baustellen im Überblick

Auch im neuen Jahr kommt die Aktie von ThyssenKrupp nicht vom Fleck. Der DAX-Titel pendelt in einer breiten Range zwischen dem 2-Jahres-Tief bei 14,42 Euro und etwa 16,50 Euro. Das Problem: Die zahlreichen Baustellen sind nach wie vor nicht behoben, schnelle Besserung ist nicht in Sicht. DER … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das klingt nicht gut

Es liegen schwierige Monate hinter ThyssenKrupp. Das Führungschaos, der langwierige Umbau und operative Probleme in den Sparten haben die Aktie deutlich unter Beschuss gebracht. In der neuen Struktur soll alles besser werden. Doch es bleibt nach wie vor Skepsis, ob die Pläne tatsächlich für eine … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Die Katze ist aus dem Sack

Das Personalkarussell bei ThyssenKrupp dreht sich weiter. Am Mittwoch bestätigte der Konzern jüngste Gerüchte, dass die frühere Bosch-Managerin Martina Merz künftig den Aufsichtsrat des DAX-Konzerns führen soll. Dank der Rückendeckung der Großaktionäre Cevian und Krupp-Stiftung könnte mit Merz … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das steckt hinter dem Chaos

Erst seit wenigen Wochen ist Bernhard Pellens als Aufsichtsratschef bei ThyssenKrupp im Amt. Am Mittwoch gab es nun aber bereits Gerüchte, dass der Wissenschaftler schon wieder vor der Ablösung steht. Vor allem die Großaktionäre sollen einen Wechsel anstreben und wollen die ehemalige … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

ThyssenKrupp: Das wäre eine Überraschung

Die Talfahrt von ThyssenKrupp ist eng mit dem Führungschaos verknüpft. Seit im Juli der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger und der Aufsichtsratschef Ulrich Lehner kurz hintereinander zurücktraten, hat der ohnehin angeschlagene DAX-Titel noch einmal deutlich an Wert verloren. Nun deutet sich … mehr