ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Das reicht noch nicht

Es bleibt spannend bei ThyssenKrupp. Ein Konsens zwischen den einzelnen Parteien lässt nach wie vor auf sich warten. Inzwischen haben sich auch die Aktionärsvertreter zur geplanten Fusion der Stahlsparte mit dem Wettbewerber Tata Steel zu Wort gemeldet. Sie fordern ein Mitspracherecht bei dieser wichtigen Entscheidung.

Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) schlägt vor, vor einer Entscheidung das Votum der Hauptversammlung einzuholen. „Das Problem aus unserer Sicht ist, dass die Aktionäre nicht gefragt werden.“ Die Hintergründe des Zusammenschlusses seien derzeit noch völlig unklar. „Im Grunde gibt es nichts als den vagen Plan eines Joint Ventures“, so Hechtfischer.

Bei der aktuellen Situation auf dem Stahlmarkt seien die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten eines Fusionsunternehmens durchaus noch unklar. „Vielleicht tut sich da ein Blinder mit einem Lahmen zusammen“, kritisiert Hechtfischer. Im Aufsichtsrat seien die Mehrheitsverhältnisse ebenfalls offen. Während die Arbeitnehmerseite die Fusion geschlossen ablehne, seien die Haltung des aktivistischen Investors Cevian sowie die der Krupp-Stiftung noch unklar.

Viele Fragezeichen

Es bleibt spannend, wie der Aufsichtsrat entscheiden wird. Voraussichtlich am kommenden Wochenende soll das Treffen stattfinden, auf dem über die Zukunft von ThyssenKrupp entschieden wird. Klar ist: Egal, ob es zur Tata-Fusion kommt oder ob der Konzern komplett zerschlagen wird, die veränderte Struktur wird neue Werte freisetzen. Kurse über 30 Euro sollten bei ThyssenKrupp künftig möglich sein.

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