ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Das nächste Problem

Der Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp hat offensichtlich ein neues Problem in Brasilien. Das zumindest berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Wegen „Prozessinstabilität“ sei einer von zwei Hochöfen vor rund einem Monat außer Betrieb genommen worden, teilte die Werksleitung mit.

Dadurch soll die Produktion auf weniger als die Hälfte der normalen Kapazität gesunken sein. Das sind nicht die ersten Probleme. Lange Zeit gab es Probleme mit den brasilianischen Behörden. Ungefähr eine halbe Milliarde musste ThyssenKrupp mittlerweile ausgeben, um die verschiedenen Mängel an dem Werk zu beheben. Der brasilianische Stahlkonzern CSN überdenke den Betrag, den er für das Werk und die ThyssenKrupp-Anlage in den USA zu bezahlen bereit sei, hieß es in den Kreisen.

Das sind natürlich keine guten Nachrichten für die Aktionäre. Derzeit konzentriert sich alles auf den verkauf der beiden defizitären Stahlwerke in Übersee. DER AKTIONÄR geht zwar nach wie vor von einer zeitnahen Lösung aus. Doch bislang scheint es noch keinen genauen Zeitpunkt zu geben. Zudem dürfte mit dem Verkauf wohl auch eine Kapitalerhöhung bekannt gegeben werden. Die ThyssenKrupp-Aktie ist zuletzt in einem schwächeren Gesamtmarkt wieder unter die Marke von 15,00 Euro abgetaucht. Anleger sollten bereit sein, bei weiteren Kursverlusten die Reißleine zu ziehen. Der Stopp wird bei 13,90 Euro gesetzt.  

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