ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Das klingt nicht gut

Bei der Suche nach einer Lösung für die Stahlsparte stehen ThyssenKrupp noch einige Probleme bevor. Nachdem der DAX-Konzern die Arbeitnehmerseite in der vergangenen Woche über seine Pläne informiert hat, mehrt sich der Widerstand. Die Kritik könnte auch Auswirkungen auf das operative Geschäft haben.

ThyssenKrupp will in den nächsten drei Jahren 500 Millionen Euro einsparen. Dafür ist der Abbau von mehr als 300 Stellen geplant. Das Ziel ist klar: Die angeschlagene Stahlsparte soll dauerhaft ihre Kapitalkosten erwirtschaften. Der Umbau soll deshalb auch unabhängig von einer möglichen Stahlfusion mit dem Wettbewerber Tata erfolgen.

Bei den Arbeitnehmern kommen die Pläne allerdings gar nicht gut an. Die IG Metall befürchtet, dass deutlich mehr Arbeitsplätze gefährdet seien, als bisher angekündigt. Laut Betriebsratschef Günter Back könnten bis zu 4.050 Stellen betroffen sein. Diese Zahl sei bei einer Einsparsumme von 15 Prozent der Personalkosten realistisch. Die „Salamitaktik“ sei eine herbe Enttäuschung. "Wir wissen gar nicht, worüber wir noch mit diesem Management verhandeln sollen", so Back. Er kündigte Großkundgebungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern an.

Dabeibleiben

Die Protestaktionen der Arbeitnehmer könnten auch Auswirkungen auf die Produktion haben. Ein langwieriger Arbeitskampf beim Sorgenkind Stahl würde ThyssenKrupp weiter belasten. Grundsätzlich ist es aber positiv, dass das Management konkrete Pläne für das kriselnde Geschäft vorlegt. Neue Impulse würde vor allem eine Einigung mit Tata bringen. Anleger bleiben an Bord. Der Stoppkurs liegt bei 19,50 Euro.

 


 

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