ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Auf die Short-Seite wechseln?

Bei der Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp bietet sich eine riesige Short-Chance. Zumindest wenn es nach den Analysten der NordLB geht. Sie sehen das Kursziel bei 12,50 Euro und raten dazu, die Aktie des im DAX gelisteten Unternehmens zu verkaufen.

Zwar habe der Konzern im dritten Quartal beim Umsatz und beim bereinigten operativen Gewinn überrascht, dennoch sieht Holger Fechner die Aktie als zu hoch bewertet an und hat das Kursziel von 15,00 auf 12,50 Euro zusammengestrichen. Bei den Auftragseingängen in fast allen Geschäftsbereichen hätten sich die eingetrübten Konjunkturaussichten aber deutlich negativ ausgewirkt, was ihn zur Senkung seiner Schätzungen veranlasst habe. Nach wie vor sieht Fechner keine Lösung für Steel America. Er geht davon aus, dass ein Verkaufspreis im derzeitigen Umfeld niedriger als erhofft ausfallen könnte. Das könnte den Gewinn belasten.

DER AKTIONÄR kann sich dieser Ansicht nach anschließen. Sicherlich ist es richtig, dass die Auftragseingänge rückläufig sind. Aber wirklich überraschend kommt diese Nachricht nicht. Schließlich hat ThyssenKrupp schon vor Wochen Kurzarbeit angekündigt. Zwar dürfte bei einem Verkauf der beiden Stahlwerke in Brasilien und in Alabama/USA noch einmal Wertberichtigungen anfallen, dennoch: Wie hoch der Verkaufspreis sein dürfte, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Getreu dem Motto „The Trend is your Friend" sollten Anleger in der Aktie investiert bleiben und den Stopp auf 14,50 Euro nachziehen.

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