ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Auch das noch

Die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp hat gestern deutlich verloren. Das Papier ist jetzt auch aus charttechnischer Sicht angeschlagen. Heute gibt es erneut eine Hiobsbotschaft. Die Schweizer Großbank UBS setzt die Aktie auf die „Least Preferred List“.

Gestern bereits belastete eine negative Studie der Credit Suisse den Kurs. Analyst Michael Shillaker hatte den Anlegern in den Industrietiteln „mehr Schmerzen" avisiert, bevor sich ihr Investment auszahlen werde. Die Stahltitel verbuchten zum Handelsschluss ein Minus von 5,12 Prozent auf 15,930 Euro. Ein Pressebericht belastete die Anteile zusätzlich. Die Financial Times Deutschland meldete, dass sich der geplante Verkauf der neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA bis Herbst kommenden Jahres verzögern könnte. Damit würde der Verkaufsprozess noch länger dauern als ohnehin schon erwartet, kommentierte ein Händler die Meldung.

Die Aktie hat in den vergangenen Tagen deutlich verloren. Die Hoffnung auf den großen Befreiungsschlag durch einen möglichen Verkauf der beiden Stahlwerke in Übersee. Ist zunächst einmal geschwunden. Zudem ist das Papier auch aus charttechnischer Sicht angeschlagen. Anleger, die im Zuge der jüngsten Konsolidierung ausgestoppt worden sind, sollten mit einem Neueinstieg eine Beruhigung des Kurses abwarten. Die Abstufung durch die UBS sollte eine schnelle Erholung zunächst verhindern.

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