ThyssenKrupp
- Michael Schröder - Redakteur

ThyssenKrupp: Analysten senken den Daumen – Zeit für erste Abstauberlimits

DER AKTIONÄR hat bereits erklärt, dass Anleger bei ThyssenKrupp in Sachen Kaufsignal sehr viel Geduld brauchen. In der vergangenen Woche hat die DAX-Aktie mehrfach versucht, den massiven horizontalen Widerstand bei 19,70 Euro zu überwinden – ohne Erfolg! Negative Analystenkommentare setzen die DAX-Aktie nun sogar unter Druck.

Analyst Myles Allsop von der Schweizer Großbank UBS setzte die Aktie des Stahl- und Industriekonzerns auf die „Least Preferred List“ des europäischen Metall- und Minensektors und beließ die Einstufung auf „Sell“. In der Studie verwies er auf die sehr hohe Bewertung der Essener im Vergleich mit anderen Stahl- und Investitionsgüterunternehmen.

Thorsten Zimmermann, Analyst bei der britischen Investmentbank HSBC, stufte das Papier zudem von „Neutral“ auf „Underweight“ ab, ließ das Kursziel aber auf 18,70 Euro. Er rechnet mit einem ordentlichen ersten Geschäftsquartal der Essener. Die operativen Verbesserungen hinkten der Aktienkursentwicklung allerdings hinterher.

DER AKTIONÄR hat bereits berichtet, dass ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger den angeschlagenen Industriekonzern trotz anhaltender Verluste auf dem richtigen Kurs sieht. Investoren schenken den negativen Analystenkommentaren aber größere Beachtung. Der Abstand zum Widertand bei 17,60 Euro vergrößert sich. Die Zeit für einen antizyklischen Einstieg scheint bald gekommen. Dafür platzieren risikobewusste Anleger erste Abstauberlimits im Bereich um 18 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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