ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Alptraum China – was macht die Aktie?

Das volatile Marktumfeld hat in den vergangenen Wochen auch die Aktie von ThyssenKrupp beeinflusst. Zuletzt hat sich der Industriekonzern wieder etwas erholen können. Nach einer aktuellen Studie der US-Bank JPMorgan zählt der Titel am Donnerstag erneut zu den stärksten Werten im DAX.

Analyst Roger Bell hat seine Gewinnschätzungen für die europäische Stahlindustrie wegen der zuletzt unerwartet robusten Stahlpreise erhöht. Er erwartet nun aber wieder fallende Preise und rechnet mit einer kurzfristigen Belastung des Sektors. ThyssenKrupp ist weiterhin sein bevorzugter Wert, das Kursziel hat Bell von 21,60 auf 22,80 Euro angehoben. Angesichts der schwindenden Kurstreiber hat er das Papier aber von der „Analyst Focus List“ gestrichen.

Die Stahlindustrie sei in einem „Alptraum“ von niedrigen Preisen und billigen chinesischen Exporten gefangen, erklärte zuletzt bereits ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger im Interview mit Bloomberg. Der Plan, den Gewinn um ein Fünftel auf zwei Milliarden Euro zu steigern, dürfte deshalb bis zu drei Jahre benötigen. Im April und Mai habe es zwar eine Erholung bei den Stahlpreisen gegeben, diese sei aber später gekommen und habe auf einem viel niedrigeren Niveau begonnen als erwartet, so Hiesinger weiter.

Wichtige Marken

Durch den Preisanstieg in der ersten Jahreshälfte dürfte ThyssenKrupp seine Gewinnziele erreichen. Der harte Wettbewerb wird die Branche aber weiterhin belasten. Charttechnisch steht die Aktie aber vor neuen Impulsen. Werden der kurzfristige Abwärtstrend und der horizontale Widerstand bei 20,20 Euro geknackt, wird die Aktie für Neueinsteiger interessant.

(Mit Material von dpa-AFX)

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