ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: Alles nur ein Gerücht?

Die Aktie des Stahlkonzerns ThyssenKrupp ist heute deutlich unter Druck geraten. Der Grund: Auf dem Parkett kursierte das Gerücht, der Vorstand könnte anlässlich der Hauptversammlung am Freitag eine Gewinnwarnung aussprechen. Das Dementi des im DAX notierten Unternehmens hilft nicht viel.

„Wir bekräftigen den Ausblick für die ersten drei Monate", erklärte ein Sprecher. Und dieser Ausblich heißt: Das erste Quartal dürfte schwierig verlaufen sein. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll deutlich unter den 273 Millionen Euro des Vorjahres liegen. Vor allem die Sparte Materials erweist sich dabei als schwierig, die Technologie-Sparte hingegen dürfte weiterhin stabil bleiben. Für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 hat der Konzern bislang noch keinen Ausblick gegeben.

Viel Wirbel um Nichts? Anscheinend. Allerdings hat die Aktie nur einen Teil ihrer Verluste aufholen können. Noch immer liegt das Papier am Ende des DAX und ist wieder unter die Marke von 20,00 Euro gerutscht. Der Markt reagiert derzeit bei Stahlaktien nervös auf Gerüchte. ThyssenKrupp hatte bereits im vergangenen Geschäftsjahr mit einem überraschend hohen Verlust enttäuscht. Die Aktie ist nach wie vor nichts für schwache Nerven. Konjunkturnachrichten - seien sie positiv oder negativ - finden sich rasch im Aktienkurs von Stahlwerten wieder. Antizyklische Anleger können jedoch das aktuelle Niveau zum Aufbau einer Position nutzen.

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