ThyssenKrupp
- Markus Bußler - Redakteur

ThyssenKrupp: 80 Prozent Auslastung – ein Problem?

Die Stahlproduktion des Industriekonzerns ThyssenKrupp ist nach Medieninformationen derzeit nur zu 80 Prozent ausgelastet. Im Januar lag die Auslastung noch bei 100 Prozent. Das sieht auf den ersten Blick alles andere als gut aus. Aber ist es wirklich ein Grund zur Sorge?

Ganz überraschend kommt diese Meldung freilich nicht. Immerhin hatte der im DAX notierte Konzern erst vor ein paar Wochen selbst erklärt, die Stahlproduktion zu drosseln. Damit machten sich Anzeichen von Überkapazitäten auf dem Markt bemerkbar, zudem hatte der Stahlpreis deutlich nachgegeben. Auch andere Stahlkocher reduzierten daraufhin ihre Kapazitäten, bewegten sich doch die Stahlpreise nur noch knapp über den Cashkosten der Produzenten. Positiv dürfte jedoch gewertet werden, dass ThyssenKrupp keine Pläne hat, einen der Hochöfen vorübergehend still zu legen. Zudem hatte Mitbewerber Salzgitter die Hoffnung geäußert, die Nachfrage könnte bereits im ersten Quartal wieder anziehen, da die Lager der Kunden leer seien.

DER AKTIONÄR hält die Kursabschläge bei der Aktie von ThyssenKrupp für übertrieben. Zwar hat die erneute konjunkturelle Abkühlung den Konzern mitten in der Umbauphase getroffen und der Verkauf der Edelstahlsparte dürfte sich aufgrund der Verwerfungen an den Finanzmärkten verzögern. Dennoch sieht die Zukunft deshalb nicht düster aus: So dürfte die neuen Werke in Überesse zwar die Bilanz im laufenden Jahre noch mit Anlaufverlusten belasten, mittelfristig sollte allerdings ein deutlich positiver Ergebnisbeitrag die Gewinne des Konzerns weiter beflügeln. DER AKTIONÄR rät zum Kauf der Aktie und hat zudem den Mini-Long der Citigroup (WKN CG4 JGT) in das Derivate-Musterdepot aufgenommen.  

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