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Terroralarm in London

Nach mehreren Explosionen in der Londoner U-Bahn und in Bussen verdichten sich die Anzeichen auf einen großangelegten Terroranschlag. Die internationalen Börsen reagieren mit deutlichen Abschlägen.

Nach mehreren Explosionen in der Londoner U-Bahn und in Bussen verdichten sich die Anzeichen auf einen großangelegten Terroranschlag. Die internationalen Börsen reagieren mit deutlichen Abschlägen.

Von Stefan Eichner

Erinnerungen an die Terroranschläge von Madrid werden wieder wach: Mehrere Explosionen haben heute morgen gegen 10.00 Uhr die Londoner U-Bahn erschüttert. Die Behörden gingen zunächst von einem Unfall - konkret von einem umfangreichen Defekt des Stromnetzes - aus. Mittlerweile wird ein Terroranschlag jedoch immer wahrscheinlicher.

London im Chaos

Fast zeitgleich zum U-Bahn-Unglück ereigneten sich in der Londoner Innenstadt mehrere Explosionen. Der Fernsehsender BBC berichtet von Detonationen in drei Bussen.

Presseberichten zufolge geht die Polizei zur Stunde (12:00 Uhr) von 90 Verletzten und 20 Todesopfern aus. Der gesamte U-Bahn-Verkehr wurde stillgelegt. Scotland Yard teilte mit, die Ursache der Explosionen sei noch unklar, ein terroristischer Hintergrund wird jedoch angesichts der Vielzahl von Explosionen immer wahrscheinlicher. Zudem berichten Mitglieder der Bahngewerkschaft von einem Sprengsatzfund in einem der betroffenen U-Bahnhöfe. Mittlerweile wurde von der Polizei bereits eine Explosion in einem Doppeldeckerbus bestätigt.

Börsen auf Talfahrt

Die Terror-Spekulationen ließen die Aktienkurse in Deutschland und Europa in den Keller gehen. Der DAX verliert zur Stunde 3 Prozent oder 136 Punkte auf 4479 Zähler, der TecDAX gibt um 2,6 Prozent auf 540 Punkte nach, der Nasdaq Future notiert 2,4 Prozent im Minus. Der Bund Future gewinnt hingegen um 0,8 Prozent, der Euro stieg zwischenzeitlich wieder über die Marke von 1,20 US-Dollar.

Unterdessen berichten Händler, dass UBS ihr Bürogebäude bei der "Liverpool Street" evakuiert. Hier ist insbesondere der Bond-Handel angesiedelt. Gerüchten zufolge könnte es zu weiteren Evakuierungen anderer Banken kommen.

 

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