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Terabeam - Drahtloses Schnäppchen

Die Aktie des Ausrüsters für drahtlose Datenübertragung, Terabeam, ist bisher kaum bekannt. Der Titel überzeugt durch seine WiMAX-Fantasie und die günstige Bewertung.

Seit November 2005 gibt es ein neues Unternehmen im Wachstumsmarkt „Drahtloses Internet“. Eigentlich ist aber nur der Name „Terabeam Wireless“ neu. Zuvor hieß die Firma YDI Wireless und war ein eher kleiner Wireless-Ausrüster mit einem Jahresumsatz von knapp über 20 Millionen Dollar. Im Sommer 2005 bot sich dann aber die einmalige Gelegenheit mit einem Schlag zu einem großen Player der Branche aufzusteigen. Terabeam kaufte den weitaus größeren, aber insolvent gegangenen Konkurrenten Proxim. Der Kaufpreis in Höhe von 24,3 Millionen Dollar war ein echtes Schnäppchen, denn mit Proxim dürfte sich der Jahresumsatz von Terabeam im laufenden Jahr auf rund 130 Millionen Dollar mehr als versechsfachen

Gewinnzone erreicht

Nachdem im dritten Quartal durch die Kosten der Proxim-Integration noch ein Verlust von zehn Millionen ausgewiesen werden musste, gab das Management vor einigen Tagen überraschend bekannt, bereits im vierten Quartal 2005 die Gewinnzone erreicht zu haben. Das endgültige Ergebnis wird Ende Februar veröffentlicht. Der Quartalsumsatz wird sich auf rund 25 Millionen Dollar belaufen.

Zukunftsmarkt WiMAX

In den letzten Wochen gelang es dem Unternehmen, einige vielversprechende Aufträge an Land zu ziehen. So baut Proxim für NEC Infrotia eines der größten drahtlosen Netzwerke in Japan mit mindestens 20.000 Zugangspunkten auf. Diese Netz basiert auf dem weit verbreiteten Wi-Fi-Übertragungsstandard. Proxim bietet aber auch Netzwerklösungen für den neuen Wimax-Standard an, mit dem sich in Entfernungen von bis zu 50 Kilometer überbrücken lassen. So wurde gerade Proxims Wimax-System von einem italienischen Anbieter erfolgreich getestet und ein Auftrag könnte in Kürze folgen. Zukünftig dürften Wimax-Produkte bei Proxim beziehungsweise Terabeam die größte Bedeutung zukommen. Derzeit wird die bestehende Produktpalette massiv erweitert.

Fazit

Das durch die Übernahme von Proxim neu entstandene Unternehmen Terabeam ist in Finanzkreisen bisher kaum bekannt. So gibt es auch keine Analystenschätzungen oder gar Kaufempfehlungen. Aber die dürften spätestens nach dem angekündigten Sprung in die Gewinnzone nicht lange auf sich warten lassen. Leider ist die Aktie von Terabeam bisher nur an der Heimatbörse in New York handelbar. Die Einführung in Deutschland sollte aber in Kürze erfolgen.

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